Spaß mit Rezensionen

Als Autorin warte ich derzeit gespannt auf die ersten Rezensionen zu meinem Buch. Im privaten Bereich habe ich schon erste Rückmeldungen aus Familien- und Freundeskreis sowie von einigen Kollegen, aber die erste „richtige“ Leserbewertung steht noch aus.
Ich bin sehr gespannt, wie „Hexenherz – Eisiger Zorn“ bei den Lesern ankommt und hoffe natürlich auf durchweg positive Rezensionen!

Als Leserin sehe ich Bewertungen dagegen eher gelassen.
„Ein Meisterwerk!“ – „Ein Jahrhundertroman“ – „Hätte noch 1000 Seiten weitergehen können“ lauten nämlich die meisten Rezensionen zu einem Buch, welches ich nach den ersten 30 Seiten nur noch unter Qualen gelesen und schließlich nach der 150. gelesenen Seite genervt weggelegt habe. Es ist mir bis Heute schleierhaft, wie dieses Buch so viele überwiegend positive Bewertungen bekommen konnte; meine Rezension – so ich eine verfassen würde – trüge Wörter wie „Enttäuschend“, „Sterbenslangweilig“ und „Fehlkauf!“ in sich.

Und manchmal sieht es genau anders herum aus: Was ich witzig finde, spannend, anrührend, fesselnd und mitreißend, finden manche einfach nur schlecht.
Kein Wunder: Selbst bei den erfolgreichsten Bestsellern finden sich immer ein paar Rezensenten, die das Buch furchtbar, langweilig, schlecht geschrieben und vorhersehbar fanden.

Wie ist das möglich?

Natürlich kann es sein, dass man sich schlichtweg verschätzt hat und es mit einem Genre oder einer Gattung Text zu tun bekommen hat, die einem nicht liegt. Bestes Beispiel dafür ist mein letzter Fehlkauf, ein waschechter Mary-Sue-Roman (Was genau das ist, ist hier schön erklärt: http://www.dsfo.de/dsfopedia/index.php/Mary_Sue)! Da wundert es natürlich nicht, dass ich das Buch einfach nur schrecklich fand.
Auch einen allzu blutigen Thriller würde ich scheußlich finden, egal wie spannend er ist.

Es beruhigt mich zu wissen, dass auch „die ganz Großen“ negative Rezensionen bekommen, dass manchmal die Geschmäcker einfach nur verschieden sind.

Und natürlich hat jeder von uns nicht nur einen eigenen Geschmack, sondern auch eigene Erfahrungen und Fantasien: Was dem einen völlig nichtssagend ist, kann beim nächsten schon eine Flut an emotionsgeladenen Bildern auslösen.

Manche Bücher polarisieren auch derart, dass deren Bewertungbild so aussehen würde wie mein Abiturzeugnis:
Eine große Spitze ganz oben, eine große Spitze etwas weiter unten und ein bisschen was dazwischen, 😀

Als Autorin tue mich sehr schwer damit, negative Rezensionen abzugeben. Es stecken – im Regelfall – so viel Zeit, Liebe und Herzblut in einem Buch, dass ich das nicht einfach so niedermachen möchte. Daher kann ich es dann oft dabei belassen zu sagen, dass ein Buch einfach nicht meinen Geschmack getroffen hat und gut ist.

Als Leserin muss ich zugeben, dass ich schon so manches Mal wie ein Rohrspatz über ein Buch geschimpft habe. Das bezog sich dann auf ärgerliche Ausnahmen, denen man „anliest“, dass sich da einer weder besondere Mühe noch sonstwas gegeben hat. Langweilige Bücher gibt es zuhauf, aber es zu schaffen, dass ich mich richtig ärgere, ist schon eine Kunst, da gehört schon was zu.

Und jetzt?
Jetzt warte ich weiter auf meine erste offizielle Rezension …

 

PS: Ihr habt noch bis Mitternacht Zeit, bei meiner Buchverlosung mitzumachen! 🙂

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