Life is live

Der liebe Thorsten Küper hat mich eingeladen, einmal eine Lesung im SecondLife abzuhalten.
Es folgten spannende Fragen meinerseits wie etwa „Wie geht das?“, „Was muss ich machen?“ oder „Was ist das überhaupt?“.
Und nun geht es auch schon bald los: Wer möchte, kann mich am Sonntag Abend, 7.5.2017, 20 Uhr, live im SecondLife lesen hören (wie auch immer das funktionieren mag).
Hier der Link zu Thorstens Seite, dort findet ihr alle Informationen zum wunderbaren Brennende Buchstaben E-Book-Event 2017: http://kueperpunk2012.blogspot.de/2017/05/bb-e-book-event-2017-am-kommenden.html

Überhaupt wäre ich ohne den lieben Thorsten verloren gewesen … Ich dachte mir: „Hey, wie kompliziert kann das sein, sich einen Avatar zu kreieren und den einzukleiden?“
Sehr kompliziert anscheinend.
– Wenn man aus Versehen nur Demo-Klamotten (!) gekauft hat
– Wenn man nicht die Funktion zur Geschlechtsveränderung findet, nachdem man aus der Not heraus – verfügbar waren ein rosa Prinzesschen oder ein Mann – erstmal einen männlichen Avatar genommen hat
– Wenn man Kleidung finden möchte, die einen auch bekleidet
– Wenn man seine Figur verändert, um sie ein bisschen realistischer darzustellen und dann auf einmal der virtuelle Bauchspeck durch die virtuelle Kleidung quillt (Hallo??? 😀 )
– Wenn einem ständig Körperteile fehlen (aktuell enden meine Beine mit den Knien, man frage mich bitte nicht, wieso!)
– Wenn man sich ständig aus Versehen auszieht (Gelernt: Die SL-Etikette verlangt, dass sich anwesende Gesprächspartneravatare dann umdrehen, warum auch immer)

Man sieht, ich hatte viel Spaß, wobei sich lachen und weinen ungefähr die Waage hielt. Langsam wird es, was allerdings nicht mein Verdienst, sondern der des lieben Thorstens ist, ohne den ich immernoch ein taffer Mann mit 7-Tagebart oder ein Barbiepüppchen mit unoperiert unmöglichem Körperbau im rosafarbenen Kleidchen wäre. Außerdem hat er auch die Lokalität für meine Lesung ausgesucht – ihr dürft gespannt sein!

Die SLURL dazu lautet: http://maps.secondlife.com/secondlife/Port%20Genieva/56/78/1458

SecondLife und ähnliche Spiele und Welten sind wirklich nicht Meins; vor Allem, weil mir von solchen 3D-Grafiken nach einer Weile übel wird … Aber ich finde es toll, einfach mal etwas Neues auszuprobieren und auf diesem Weg wieder tolle neue Leute kennenzulernen! 🙂
Ich bin gespannt, wer alles zur Lesung kommen wird (wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es gratis Hexenhüte, die man seinem Avatar dann aufsetzen kann – warum auch immer man das tun sollte, 😀 ) und freue mich sehr, dann sogar eine Szene gemeinsam mit Thorsten zu lesen. 🙂
Und ich bin sehr gespannt, wie mein Avatar dabei aussehen wird …

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11 Gedanken zu “Life is live

  1. Guten Tag.
    Hier ist Burkhard Tomm-Bub, M.A. aka BukTom Bloch (in SL), Gründer und Inhaber der größten unkommerziellen, deutschsprachigen Bibliothek in Second Life (SL).
    Mit Thorsten Küper und der Literaturgruppe „Brennende Buchstaben“ kooperiere ich in SL seit 2008.
    Ich sage dann mal: herzlich willkommen!
    Noch spüre ich hier eine gewisse Skepsis durch, IMHO ist diese aber unbegründet.
    Ja, die ersten Stunden und ggf. Tagen erfordern ein wenig Übung- aber ich bin sicher: es lohnt sich! Und dies ist ja bei vielen Dingen im Leben so.
    In der Tat ist Second Life kein Spiel, sondern eben eine Welt.
    Zitat: “ Wer möchte, kann mich am Sonntag Abend, 7.5.2017, 20 Uhr, live im SecondLife lesen hören (wie auch immer das funktionieren mag).“ Das ist im Prinzip recht einfach. Einen SL-Viewer installieren, kostenlos registrieren (Basic-Account), Avatar auswählen, auf die Slurl (Teleportlink) klicken und schon ist man am Ort der Lesung. Wenn man selbst reden möchte, empfiehlt sich ein headset, nur zum Hören lang auch ein Lautsprecher. Man kann akustisch und / oder per Tippen kommunizieren. Ein Vorteil, ebenso wie die wunderbaren Kulissen, gegenüber Lesungen in der Welt, die man die reale nennt.
    Zitat: „…Second Life und ähnliche Spiele und Welten sind wirklich nicht Meins; vor Allem, weil mir von solchen 3D-Grafiken nach einer Weile übel wird …“ Das verstehe ich nicht recht? Weil die Grafiken so schlecht sind? Oder warum?
    Gut bei der oculus rift – VR gibt es die motion sickness… Aber damit kommen ja noch die wenigsten nach SL.
    Ist man wirklich sehr empfindlich, sollte man wohl lieber nicht fliegen oder Fallschirmspringen, u.ä.
    Aber das macht man bei Lesungen ja zumeist nicht.
    Eine ergänzende Info noch: ja, man kann Kleidung, usw. kaufen: notwendig ist es nicht unbedingt. Einiges ist von Anfang an im Inventar. Und es gibt auch etliche „freebies“, die man an verschiedenen Orten als Geschenk mitnehmen kann.
    Hier gibt es noch ein gutes Tutorial von Thorsten:
    http://kueperpunk2012.blogspot.de/2013/01/uberarbeitetes-tutorial-fur-newbies-und.html

    MfG
    BTB

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    1. Hallo, lieber Burkhard und danke für das herzliche Wolkommen! 🙂
      Thorsten und ich haben bereit einen Soundcheck gemacht und konnten miteinander plaudern. Und ich habe jetzt auch endlich Stiefel an, 😀
      Ich meinte, dass mir übel wird, weil ich solche 3D-Grafiken generell wenig bis garnicht vertrage. Ich weiß gerade nicht, wie das heißt, aber das haben nicht wenige. Ich kann mir auch keine mit Handkamera gedrehten Dokus oder Filme wie Blair Witch Projekt anschauen.
      Ich danke Dir sehr für Deinen ausführlichen Kommentar. Und jetzt interessiert mich natürlich, wie das mit Deiner unkommerziellen Bibliothek funktioniert? Und natürlich, was Du unter „unkommerziell“ verstehst, 😀

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  2. Guten Tag Monika,
    ja, Kuperpunk (Thorsten) ist da Profi! Da bist Du in guten Händen. Wenn Du schon mal hören und sprechen kannst, ist das die Hauptsache.
    Der Begriff Slurl geht Dir auch flüssig von den Lippen, so kommst Du also auch zuverlässig zum Lesungsort. Nun wäre es noch praktisch, wenn Du Dich auch hinsetzen kannst, das sieht ja doch netter aus. 🙂 Das ist eigentlich auch nicht schwierig, wir hatten aber auch schon eilige Vortragende mit schwacher Hardware, die dann letztlich stehend mit dem Gesicht zur Wand lasen.
    🙂 Ist alles nicht so schlimm, SL`er*innen bei Lesungen sind geduldig und freundlich.
    Interessant, aber natürlich bedauerlich ist das mit Deiner Übelkeit. Es wird wohl etwas aus diesem Formenkreis sein:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Spiel%C3%BCbelkeit
    Und ja, wenn Du z.b. eher schwächere hardware hast und es ohnehin etwas ruckelt: da gibt es dann sicher Orte und Veranstaltungen in SL, bei denen sich das auswirken würde!
    Aber auch viele, bei denen das sehr wahrscheinlich nicht der Fall ist. In SL gibt es fast Alles für fast JedeN. 🙂
    Hinsichtlich meiner PEGASUS – Bibliothek gibt es einen recht beliebten Blogeintrag, den füge ich mal bei.
    „Unkommerziell“ bedeutet, das bei mir nichts verkauft und nichts auffällig beworben wird. JedeR kann frei lesen und auch die Bücher inworld kostenlos mitnehmen und dann selbst auch nochmals in Kopie weitergeben.
    Hier noch der Link:
    http://buktomblog.blogspot.de/2015/05/freie-bibliothek-pegasus-in-sl-ein.html
    MfG
    BukTom Bloch
    P.S.: Wie heißt Dein Avatar in SL, wenn ich fragen darf?

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    1. Hey, lieber Burkhard! Danke für die schnelle Antwort, ich werde mir Deinen Artikel mal durchlesen, sobald ich etwas Luft habe. Kommst Du auch zu der Lesung? Und woran erkenne ich Dich? 😀
      Mein Avatar heißt ganz kreativ „MonikaLoerchner“, obwohl er von der Optik her eher an meine (manchmal) liebe Hexenherz-Protagonistin Helena angelehnt ist. 🙂

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      1. Guten Tag Monika.
        Dank für Deine Antwort.
        Ja, wenn irgend möglich werde ich da sein. Ich teile ja auch schon immer die Reklame für Deine Lesung. Freue mich immer, wenn neue Menschen hinzu kommen.
        Mich erkennt man am Namen („BukTom Bloch“).
        Und an der Hautfarbe, das ist mein Markenzeichen, seit jeher. Lila.
        🙂
        Ansonsten gibt es hier ein aktuelles Foto:

        …eben sehe ich, Du hast u.a. Vergleichende Religionswissenschaft studiert.
        Da könnte Dich auch mein „Platz der Verständigung“ in Second Life interessieren…
        🙂

        MfG
        BTB

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    1. Prima, vielen lieben Dank! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich auch gefreut, dass so viele Leute da waren! 🙂 Ich werde die Tage auch noch einen Bericht darüber schreiben. War wirklich schön, auch Dich mal „ISL“ zu treffen, 😀

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  3. …ja, ich fand das auch sehr gelungen!
    Finde auch Deinen Mut prima, keine spontan sympathische Hauptperson zu nutzen und anders als im mainstream zuviel Gewalt und Schmuddeligkeiten wegzulassen!
    Auch die Sache mit dem Matriarchat ist prima.
    Obwohl ICH eigentlich oft denke, Frauen sind im Schnitt dem humanistischen Ideal DOCH näher, als Männer…
    Btw. sehe ich eben, das ich den falschen Clip verlinkt habe. Das ist ja von der Vision Gallery bei mir.
    Der „Platz der Verständigung“ sollte hinbgegen hier zu sehen sein:

    MfG
    BTB

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    1. Danke, lieber Burkhard! Wenn Du Frauen näher am humanistischen Ideal verortet siehst als Männer, komme ich natürlich daher und frage: Wie viel davon ist wirklich „fraulich“ – und wie viel anerzogen?
      Wenn das Mädchen mit Puppen spielen soll und der Junge mit Autos, wundert es dann, dass eher Mädchen als Jungen später einmal babysitten? Ein interessantes Themenfeld, über das man lange diskutieren könnte: Was ist ansozialisiert, was tatsächlich in der Regel geschlechtsbedingt?
      In unserer Gesellschaft etwa war die Frau lange nach der „klassischen Rollenverteilung“ für die Familie zuständig, also auch traditioneller Weise für die Alten. Bedeutet das, dass Männer nicht genauso gute Alten- oder Krankenpfleger sein können? Ich denke nicht. Auch andere Dinge wie Selbstlosigkeit, Aufopferungsgabe oder allgemein Philanthropie sind nur allzu oft Spiegel dessen, was erwartet wird.
      Anders herum las ich einmal einen hochinteressanten Aufsatz – zu meinem großen Bedauern habe ich vergessen, die Adresse zu speichern und habe ihn seitdem im WWW nicht wiedergefunden – in dem es um ein Umdenken im Charakter des Mannes durch die preußische Militarisierung ging. Ganz grob gesagt war die Aussage, dass dadurch, dass Männer in großer Zahl zum Millitärdienst gebracht wurden die „Nebenwirkung“ einsetzte, dass die Empathie unter diesen Männern nachließ. Nicht mangels Fähigkeiten, Anlagen oder Menschlichkeit, sondern schlicht aus konsequenter Folge des täglichen Drills und der Kämpfe und damit einhergehenden Traumata heraus.
      Ein sehr interessantes Thema ist das. 🙂

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  4. Guten Tag Monika.
    Dank für Deine Antwort.
    Sprache und Semantik sind ein schwierig Ding…
    🙂
    Aber zunächst etwas sekundäres.
    Ich sehe oben schon WIEDER den falschen Clip, der wieder nur die Second Vision Gallery zeigt.
    Wichtiger ist aber der „Platz der Verständigung“.
    Ich versuche es nun so: hier ein Bild mit beiden Clip-Adressen. Notfalls müsste man händisch abtippen… Es ist wirklich interessant, denke ich.

    Zum Hauptthema:
    Ja. Ich behaupte oder vermute NICHT, dass Frauen gottgegeben / „von Natur“ die besseren, humaneren Menschen sind.
    Der Mensch ist ein Produkt aus den Faktoren Anlage und Umwelt, deren Wechselwirkungen und deren zeitlich vorausgegangenen Wechselwirkungen.
    In Bezug auf einzelne Menschen, Menschengruppen und spezielle Eigenschaften dürfte es unmöglich sein, da auch nur halbwegs exakt zu quantifizieren.
    Ich gehe also nur vom aktuellen, real existierenden Status Quo aus, so wie ich ihn subjektiv wahrnehme.
    Das bedeutet, es ist irrelevant, ob dieser aufgrund Anlage oder Umwelt entstanden ist.
    Es gibt viele Eigenschaften / Verhaltensweisen, welche die Menschen primär Frauen zuschreiben und die ich sehr schätze. Und es gibt viele Eigenschaften / Verhaltensweisen, welche die Menschen primär Männern zuschreiben, die ich aber ablehne oder unsympathisch finde.
    So müsste ich es sprachlich wohl so fassen wie eben beschrieben und anfügen: hier und heute werden viele mir sympathische Eigenschaften / Verhaltensweisen überwiegend von Frauen gelebt und ausgeübt und nur zum geringen Teil von Männern. Weniger ist es nicht- mehr allerdings auch nicht.
    Vielleicht konnte ich es jetzt etwas verständlicher machen.
    MfG
    BTB
    🙂

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