#Buchpassion – Edition: Lieblingsautorinnen und -autoren 29.9.-1.10.2017

Die liebe Janine vom Literaturblog Kapri-Zioes hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen. Bereits zum zweiten Mal vereint sie BlogerInnen, AutorInnen und Unternehmen unter dem Stichwort #Buchpassion und koordiniert verschiedene, tolle Aktionen rund um die Themen Bücher und lesen.

Nun möchte die liebe Janine also wissen, was ich zum Thema „Lieblingsautorinnen und -autoren“ beizusteuern habe – alles klar! 🙂

Normaler Weise reagiere ich etwas gestresst auf die Frage nach meinem Lieblingsautor oder meiner Lieblingsautorin. Wer mir diese Frage stellt muss damit rechnen, dass ich eine ganze Weile vor mich hingrübele und erst einmal gar keine Antwort geben kann.
Nachdem ich allerdings vor nicht allzu langer Zeit meine LieblingsBÜCHER herausgekramt habe (und zwar hier) dachte ich mir, dass auch die Frage nach den Lieblingsschriftstellern endlich gelöst werden muss. Und zwar dieses Mal methodisch!

Wer sind meine Lieblingsautoren?
Dabei ist meine Methode dieses Mal pragmatischer Natur: Ich werde einfach zählen, von wem ich die meisten Bücher besitze!

… Gut, so einfach ist es dann doch nicht, 😀
Ich teile daher meine Lieblingsautorn und -Autorinnen in 3 Kategorien ein:
1. Offensichtlicher Lieblingsschriftsteller durch Quantität.
2. Offensichtlicher Lieblingsschriftsteller durch Qualität.
3. Offensichtlicher Lieblingsschriftsteller, da ich mir immer wieder (privat oder in einer Bücherei) seine/ihre Werke ausleihe.

Kategorie 1: Von welchen 5 Autoren oder Autorinnen besitze ich die meisten Bücher?
Platz 1: Eindeutig und mit gebührendem Abstand: Robin Hobb (Genre: High-Fantasy)! Ganze 17 (!) Bücher von ihr finden sich in meinem Regal.
Platz 2: Alexander McCall-Smith (Genre: u.A. Botswana-Krimis) und Val McDermid (Genre: Krimis und Thriller) mit jeweils 11 Büchern
Platz 3: Joanne K. Rowling (Genre: Urban Fantasy, Krimi), Tess Gerritsen (Genre: Thriller) und Ernst W. Heine (Genre: Historisches und Bissiges) mit jeweils 10 Büchern.
Platz 4: Terry Pratchett (Genre: Fantasy, Gesellschaftskritisches, Märchen, Britischer Humor) mit 9 Büchern; er steht deshalb auf Platz 4, weil ich deutlich mehr Bücher von ihm kenne und liebe.
Platz 5: Ken Follet (Genre: Krimis, Abenteuer, Historisches) und Madeleine Brent (Genre: Abenteuerliche Liebesromane) mit je 9 Büchern

Kategorie 2: Lieblingsautorien und -Autorinnen, die mich mit nur jeweils einem Buch/einer Reihe hochgradig begeistert haben:
1. Platz: Tamora Pierce mit „Alanna, die Löwin von Tortall“ (All Age-Fantasy)
2. Platz: Charlier/Giraud mit „Blueberry“ (Western-Comic im franko-belgsichen Stil)
3. Platz: Susan Kay mit „Das Phantom“ (Hochspannender, kritischer Roman, der auf dem Phantom-Mythos beruht)
4. Platz: Gerdaldine McCaughrean mit „Lauter Lügen“ (Jugendfantasy, märchenhafte Episoden mit Rahmenhandlung)
5. Platz: Marian Keyes mit „Sushi für Anfänger“ (Lockere Liebesgeschichte mit einigen Lachern)

Kategorie 3 befasst sich mit Schriftstellern, deren Werke ich immer wieder lese, aber eben größtenteils nicht gekauft habe, sondern mir im Familien- und Freundeskreis oder in einer Bücherei ausgeliehen habe. Diese Schriftsteller stehen bei mir für grundsolide Qualität, sind sozusagen mein „Notfallprogramm“: Wenn ich nicht weiß, was ich lesen soll, suche ich mir ein Buch von denen heraus, weil ich ganz genau weiß, dass es toll sein wird, egal, welches Thema darin behandelt wird!
Platz 1: Gaby Hauptmann. Ihr Schreibstil ist gewöhnugnsbedürftig, aber so erfrischend, wie ich mir ein Glas Sekt am frühen Morgen vorstelle, 😀 Manchmal herrlich frivol, manchmal albern, aber immer elegant entlarvt Frau Hauptmann das Witzige, das Sprüchende, das Verkommene, das Gefährliche im Alltag. Herrich aufdeckend, entlarvend, Unterhaltung, wie ich sie mag: Locher und leicht, doch stets mit einer ironischen Note, einem süffisanten Unterton.
Ihr dicht auf denFersen übrigens die wunderbare Kerstin Gier! 🙂
Platz 2: Marion Zimmer-Bradley: Fantasy mit Mittelalter-Verklärungsromatik, Berühmte Sagen neu erzählt, eine ordentliche Portion Feminismus (im guten wie im schlechten Sinn), Science Fiction, Gesellschaftskritik, alles: Von den Darkover-Romanen und -Anthologien bis zu den Nebeln von Avalon, das war eine der ganz Großen! Diese Vorstellungskraft und diese Energie! Ich war und bin nicht mit allen Aussagen einverstanden und so manches Buch war mir zu langatmig. Aber Marion Zimmer-Bradley gehört für mich definitiv ans Firmament des Phantastikhimmels, ich verdanke ihr unzählbare wunderbare Lesestunden!
Platz 3: Dieser Platz geht an die Krimiköniginnen Joy Fielding und Mary Higgins Clark. Tolle, spannende, souverän geschriebene Krimikost, und das seit Jahrzehnten! Verlässlich klasse und jede Leseminuten wert!
Platz 4: Andreas Eschbach ist mit Sicherheit einer der klügsten Köpfe unter den heutigen deutschen Schriftstellern. Außerdem ist er grundsympatisch, schreibt verlässlich souverän über welches Thema auch immer und ist immer wieder für Überraschungen gut. Gekonnt mischt er die verschiedensten Genre wie Krimi, Thriller, Science Fiction und Fantasy miteinander. Der perfekte Tipp gegen Langeweile: Lehrreich, spannend, phantastisch!
Platz 5: Markus Heitz` Ulldart-Zyklus ist aus meinem Leben nicht wegzudenken. Dann wären da noch die Zwergenreihe und die Albae und … und und und. Ein Vielschreiber ist er, der liebe Herr Heitz. Und ein grausamer dazu: wer seine Bücher lesen will, sollte sich nicht zu sehr an diesen oder jenen Protagonisten gewöhnen … Interessant, teilweise mit einem tollen Humor und/oder einer interessant-ironischen Weltsicht. Lohnt sich immer!*
(*Sofern man die vielen Toten verkraftet)

Ich danke Dir, liebe Janine, für diese spannende Aufgabe! Und jetzt gehe ich schmökern, wer sonst noch alles eine Auswahl an Lieblingsautoren und -Autorinnen getroffen hat – ich bin gespannt! 🙂

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Das absolut geniale Zitateinterview: 12 Fragen an Nikodem Skrobisz

Er ist erst 18 Jahre alt und kann schon auf eine beeindruckende Karriere als Selfpublisher zurückblicken: Nikodem Skrobisz hat unter seinem Alter Ego Leverat Pale bereits fünf Romane, drei Anthologien und zwei Sachbücher sowie zahlreiche Kurzgeschichten veröffentlicht und sich eine treue Fangemeinde erschrieben. Da ich das Privileg genieße, Nikodem zu meinen mir freundschaftlich verbundenen Kollegen zählen zu dürfen, liegt der Gedanke nahe, ihn zu interviewen um ein bisschen Werbung für seine ungewöhnlichen Bücher zu machen und sich im Gegenzug auch von ihm ausfragen zu lassen. Da ich Interviews oft informativ, aber langweilig finde, haben Nikodem und ich uns etwas ganz Besonderes ausgedacht: Wir dürfen die 12 Fragen des anderen AUSSCHLIESSLICH mit Zitaten aus unseren VERÖFFENTLICHTEN Werken beantworten! Dabei müssen wir stets den ganzen Passus schreiben – wäre sonst ja witzlos – und dürfen maximal drei verschiedene Textstellen zitieren. (Die ausführlichen bibliographischen Angaben findet Ihr ganz unten.)
Es versteht sich von selbst, dass wir dem jeweils Anderen keine einfachen Ja-/Nein-Fragen stellen … 😉

Viel Spaß nun mit dem genialen Zitateinterview mit Nikodem Skrobisz aka Leveret Pale:

1. Frage:
Lieber Nikodem, Du hast ja bereits im Alter von sechzehn Jahren Dein erstes Buch veröffentlicht. Als ich so alt war, war es für mich noch ein mehr oder weniger absurder Zukunftstraum, irgendwann einmal Schriftstellerin zu werden. Was war der Auslöser dafür, dass Du diesen Schritt schon so früh gewagt hast?

„Als kleines Kind hatte er oft stundenlang am Fenster gesessen und sich vorgestellt, dass dort Riesen und Drachen in den Wäldern oder auch Zwerge in den Minenschächten lebten. Aber er war schon lange kein kleines Kind mehr und schenkte der Aussicht keine Beachtung.“
Zitat aus: „Der Bunker“, S.11.

So jung und schon so viele Bücher – Chapeau!

„An einem Punkt in meinem Leben begann ich mich jedoch für die bewusstseinserweiternde Wirkung halluzinogener Psychedelika zu interessieren, hatte doch eines von diesen, nämlich die Hawaiianische Holzrose, mich wie Lazarus von den Toten auferstehen lassen. […] Ich ging durchs Purgatorium, meine Katharsis, und meine Augen wurden gewaltsam weit aufgerissen. Ich erkannte mein Potenzial, meine Möglichkeiten, meine Fähigkeiten, meine Bürde, mein Leiden und damit meine Bestimmung, eine Identität, den einzigen Sinn, für den ich geschaffen wurde und für den ich weiterleben sollte:
Das Schreiben, das Erzählen und Dichten.
Ja, ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich die Tatsache noch am Leben zu sein und nun als Schriftsteller zu erblühen, diesem Erlebnis verdanke, ohne welches ich wohl tot oder zumindest noch immer ein Taugenichts wäre.“
Zitat aus: „Kratom“, S.427.

Nikodem bei der Arbeit.

2. Frage:
Du wurdest ja schon des Öfteren von Menschen angegriffen, deren größter Wunsch es ebenfalls ist, als Schriftsteller tätig zu sein. Dahinter steckt natürlich Neid. Wie stehst Du generell zum Thema Neid unter Autoren-“Kollegen“?

„Definitiv, ich habe mich aber bereits oft genug mit solchen Menschen unterhalten. Sie machen immer die gleichen Fehler, lassen sich von Doktrinen und ihren Trieben, vor allem Neid, leiten, sie sind realitätsfern und gehen von einem homogenen Menschenbild aus. Lassen wir das. Ich könnte mir den Spaß erlauben, sie in eine Debatte zu verwickeln, aber das würde uns nur Ärger einbringen.“
Zitat aus: „Crackrauchende Hühner“, S.61.

„Es ergibt keinen Sinn, es ist absurd, und das ist der relevante Punkt.“
Zitat aus: „Das Erwachen des letzten Menschen“, S. 54.

3. Frage:
Wenn Du nur noch ein einziges Buch schreiben könntest, wovon würde es handeln?

„Wie ein gigantisches Monster verschlingen die zentralen Gebäudekomplexe aus Beton, Glas und Stahl tagtäglich abertausende Individuen, und scheiden Angestellte, 1er-Schüler, Arbeitnehmer, Konformisten und ähnlich langweiligen Dreck aus. Die Mühlen und Stanzen der Wirtschaft und der Jagd nach Wohlstand rattern und schlagen erbarmungslos auf den Menschen ein, bis er zerbricht, und das einzige, was ihn hält, bleibt das Rauschgift.“
Zitat aus: „Arschageddon“, S. 22.

„Mein Leben mag zwar sinnlos sein, aber dadurch bin ich frei. Ich kann das Leben und diese Freiheit genießen, statt mich zu betäuben oder wahnsinnig im Kreis zu laufen, auf der Suche nach einem Weg zur Unsterblichkeit oder einem fadenscheinigen Sinn. Ich kann die wahre Welt, wie sie um mich herum existiert wahrnehmen und akzeptieren, statt mich in abstrakte Gedankengebilde und engstirnigen Hedonismus zu flüchten.“
Zitat aus: „Das Erwachen des letzten Menschen“, S. 53.

4. Frage:
Was müsste man Dir bieten, damit Du nie wieder außerhalb von Schule, Uni oder Beruf etwas schreibst?

„Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und begann die ersten Zeilen meines zweiten Romans zu tippen. Ich versank wie so oft im Schreibrausch, dem einzigen Zustand, in dem ich mich selbst vergesse, wo die Finger über die Tastatur fliegen und der Mensch davor verschwindet. Frieden.“
Zitat aus: „Kratom“, S.429.

Kreatives Chaos – so muss das sein! 😀

„Ein leichtes Schwanken meiner Seele, als wäre ich gerade auf ein kleines Ruderboot gestiegen, dessen Bestimmung es war, für immer und in Frieden über den endlosen Fluss der astralen Welten zu gleiten.“
Zitat aus: , „Crackrauchende Hühner“, S. 146

5. Frage:
Deine Bücher handeln oft vom Wahnhaften, Verstörten, Kranken … Aber hast Du auch schonmal einen Liebesbrief geschrieben?

„Ja, klar.“
Zitat aus: „Crackrauchende Hühner“, S. 267.

Er kann auch romantisch –  wenn er denn will.

„Weißt du was? Manchmal habe ich das Gefühl, Liebe könnte die Antwort auf all unsere Probleme sein. Liebe ist das stärkste natürliche Schmerzmittel. Sie lässt das Leben göttlich wirken, sie spendet Sinn und Trost in dieser kalten und sinnlosen Welt.“
Zitat aus: „Crackrauchende Hühner“, S. 247.

6. Frage:
Ich stelle mir gerade vor, dass ich Deine Oma wäre und mit kummervollem Kopfschütteln seufzen würde: „Ach Jung, warum schreibst Du denn nicht mal was Schönes?“ 😀 Ernsthaft: Werden wir von Dir auch mal etwas „Seichteres“, „Sonnigeres“ zu lesen bekommen?

Nikodem und seine Oma.

„Stell dir vor, Atombomben würden in Rom, Jerusalem, Mekka, Varanasi und Beijing explodieren. Stell dir vor, die Fresken des Vatikans und der Papst würden innerhalb von Sekunden zu radioaktiven Staub verbrennen. Stell dir vor, der Stein von Kaaba würde im nuklearen Feuer dahinschmelzen. Stell dir vor, der Ganges würde mit all den Pilgern darin schlagartig verdampfen. Ein Inferno aus Millionen von Schmerzensschreien und unendlicher Hitze, kochendem Blut und berstenden Knochen. Stell dir die Stätten aller großen Religionen ausgelöscht vor.“
Zitat aus: „Samael“, S.9.

„Und? Fühlst du dich besser?“
Zitat aus: „Paranoia“, S. 19.

Frage 7:
Hand aufs Herz: Bist Du als Schriftsteller finanziell im Plus, im Minus oder gleicht sich alles in Etwa aus?

„Ich stehe hier und lache der Absurdität der Welt ins Gesicht.“
Zitat aus: „Das Erwachen des letzten Menschen“, S.53.

Frage 8:
Was denkst Du: Gibt es zu viele Menschen, die schreiben, obwohl sie es nicht können, oder solche die es können, aber sich nicht trauen? Oder auch mal allgemein gefragt: was hältst Du für schädlicher, Over- oder Understatement?

„Ich sehe nichts Neues, denn überall wo ich hinkomme, war ich bereits. […] Nur ich bin geblieben und wandere weiter, denn dies ist meine Essenz.“
Zitat aus: „Der letzte Wanderer“, S. 162.

Frage 9:
Was war Dein miesestes Erlebnis als Schriftsteller?

„Ein weißes Kaninchen sitzt daneben und lacht. Wozu soll das alles gut sein? Ach ja, stimmt, ich vergaß. War ja klar. Ich darf es nur dem Leser nicht verraten. Moment mal! Träume ich gerade in einem Buch zu sein?“
Zitat aus: „Crackrauchende Hühner“, S. 46.

Frage 10:
Was wäre Dein Berufswunsch, wenn jeder Job der Welt gleich gut bezahlt wäre?

„Ich möchte frei sein. Auf allen Wegen. Wahrscheinlich werde ich ein Bohèmedasein führen, sobald ich mich durch die Schule durchgetrickst habe und alles Notwendige dafür bereitsteht. Ich werde Philosoph, Künstler, Designer, Prophet und Schriftsteller. Frei, unabhängig und authentisch und ich werde einige Projekte voranbringen, die die Welt grundlegend verändern werden. Oh ja, an diesen Projekten arbeite ich bereits jetzt schon seit einigen Jahren.“
Zitat aus: „Crackrauchende Hühner“, S.67.

Frage 11:
Womit kann man Dir eine Freude machen, was wäre das Schönste, dass jemand über eines Deiner Bücher sagen oder schreiben könnte?

„Ich muss darüber nachdenken.“
Zitat aus: “ Das Erwachen des letzten Menschen“, S. 14.

Frage 12:
Letzte Frage, lieber Nikodem, dann hast Du es geschafft! 😀 Überzeuge mich, Deine Bücher zu kaufen! 🙂

„Product-Placement: Lest alle Bücher von Leveret Pale. Buy my shit. Ich habe auch einen geilen Instagramaccount, um meinen inneren Narziss zu ernähren. Bitte. Nur ein Herzchen am Tag von dir kann das Leben eines Narzisses signifikant verbessern. Call alle deine Bekannten zu Action und spread meinen Wahnsinn und den Hype!“
Zitat aus: „Apokalypse“, S.57.

Das, lieber Nikodem, hat mir sehr viel Spaß gemacht! Chapeau, ich hätte wirklich nicht gedacht, dass Du meine Fragen nur mit Zitaten so souverän antworten kannst, Hut ab!
Meine Lieblingsantworten von Dir sind übrigens 4, 5 und 7, genial!
Im Gegenzug Deine Fragen ebenfalls nur mit Zitaten zu beantworten hat mir übrigens auch sehr viel Spaß gemacht, das war teilweise ganz schön kniffelig, eine tolle Herausforderung, das können wir in ein paar Jahren gerne wiederholen. 🙂

Wen es interessiert, wie ich mich so geschlagen habe und mit welch geistreichen Zitaten ich um mich geworfen habe, kann das Interview mit mir auf Nikodems Autorenseite lesen. 🙂

Hier noch ein paar Links zu Nikodem:

Nikodems Autorenseite: http://leveret-pale.de/
Nikodem auf:
Facebook: https://www.facebook.com/LeveretPale/
Instagramm: https://www.instagram.com/leveret_pale/
Pinerest: https://www.pinterest.de/leveretpale/
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Lovelybooks: https://www.lovelybooks.de/autor/Leveret-Pale/
Amazon: https://www.amazon.de/Leveret-Pale/e/B015BKNDDE/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&linkCode=sl2&tag=levepaleschr-21&linkId=8931276d63acf210ab898f56701494ae

Bibliographie der verwendeten Werke:

Die Phantastika 2017 in Oberhausen

Schön war`s.
Mächtig gespannt erreichte ich am Sonntag Mittag das freundliche Parkhaus neben dem Phantastika-Gebäude. Kaum aus dem Parkhaus stieß ich auch schon auf eine Gruppe eifriger Schwertkämpfer um GoT-Star Ian Beattie. Der sah zugegeben so gar nicht nach Hollywood-Glamour, sondern ziemlich zerzaust aus, aber nach anderthalb Tagen Schwertkampftraining darf man das auch sein!
Gerade zückte ich mein Handy und durchforstete mein Gedächtnis, ob ich jetzt ein Foto machen darf oder nicht, als ich einen anderen Prominenten erblickte, der sich gerade anschickte, den VIP-Eingang zur Phantastika zu benutzen:

Da war seitwärts laufen angesagt.

Da ich (noch nicht) so prominent bin wie der liebe und leicht gestörte Bernd, mussten wir einmal rum um das Gebäude.

Ein aufgeblasener Astronaut. Warum auch immer.

Drinnen bekamen wir dann unsere goldenen Eintrittsbändchen und machten uns auf Entdeckungstour. Das Congresszentrum ist – um es mal so auszudrücken- interessant aufgebaut. Überall Wege, Winkel, Treppen, Ecken. Und fast überall Stände, an denen man beim ersten Mal vorbei gegangen ist. Oder beim zweiten Mal. Und huch, da hockt ja auch noch einer!
Mein Mann hat mit von einer StarWars-Ecke berichtet, die ich nie zu Gesicht bekommen habe, und die Jungs und Mädels von John Sinclair – jetzt gibt es „Johnny Sinclair„, wie genial ist das denn??? – habe ich auch erst entdeckt, als sie schon am einräumen waren.

„Johnny Sinclair“ für Kinder ab 10 – Wie genial ist denn das??? … obwohl ich in dem Alter schon die „richtigen“ gelesen habe, *räusper*

Überhaupt herrschte am Sonntag Nachmittag schon ziemliche Aufbruchstimmung. Kein Wunder, bei dem schönen Wetter zog es viele Menschen ins Freie. Die Phantastika war am Samstag weitaus besser besucht, so habe ich mir sagen lassen. Aber ich fand, dass sich das Ganze auch so sehen lassen konnte. Die Besucher verkleckerten sich eben nur über eine riesige, höchst verwinkelte Anlage.
Wer gerne Ian Beattie in Aktion, unfassbar geniale Steampunkkostümierte und noch mehr tolle Bilder vom Samstag sehen möchte, kann das unter Anderem hier tun: http://www.the-anna-diaries.de/2017/09/08/phantastika-2017-ein-phantastischer-auftakt/

Auch die tolle Laserschwert-Theatershow des Saberproject war am Sonntag Nachmittag noch richtig gut besucht. Sah nur nicht so aus, weil der Saal wirklich riesig war. Mehr zum Projekt und richtig geilen, qualitativ hochwertig angefertigten Lichtschwertern findet Ihr unter https://www.facebook.com/Saberproject/

Die Verleihung des Deutschen Phantastikpreises am Samstag Abend haben wir natürlich nicht mitbekommen, ebensowenig die anderen tollen Programmpunkte und Veranstaltungen (eine Liste mit allen Highlights findet Ihr hier: http://www.phantastika.de/index.php/de/attraktionen. Übrigens war auch Wolfgang Hohlbein da. Ich wiederhole: WOLFGANG HOHLBEIN!!!!!). Meine Zeit in Oberhausen war leider stark begrenzt und bis auf einen kurzen Stop in oben erwähnter Show beließ ich es dieses Mal dabei, einfach nur durch die Gänge zu schlendern, zu gucken, zu staunen (die Leute in den Steampunk-Kostümen waren der HAMMER!) und hier und da zu plaudern.

Der wunderbare Matthias Teut, der es mit dem Auftakt seiner High-Fantasy-Trilogie „Erellgorh – Geheime Mächte“ als Selfpublisher ganz allein (!) bzw. mit Hilfe seines Mannes auf die Shortlist des Deutschen Phantastikpreises geschafft hat! Matthias` Bücher stehen bei mir ganz oben auf der Wunschliste – und eine dieser genialen Karten schwatze ich ihm dann auch noch ab! 🙂

Besonders gefallen haben mit die unzähligen, liebevollen Details (und das Catering). Man merkte an jeder Ecke, dass das Phantastika-Team viel Herzblut in Organisation und Ausstattung der Con gelegt hatte. Allein die verschiedenen Tischhussen, die die wahnsinnige Bandbreite der Phantastik abbildeten – toll!

Oder die Spieltische:

Oder die Prominenz überall:

Ich könnte hier 100 Bilder posten, aber das würde den Rahmen sprengen. Daher beschränkt ich mich auf ein paar und empfehle jedem, nächstes Jahr selbst vorbeizuschauen.

Neben Büchern aus einem der vielen Verlagen aus dem Bereich der Phantastik, StarWars, Perry Rhodan und Dr. Who gab es auch handgearbeiteten Schmuck, Kostümzubehör und und und zu kaufen. Eine tolle Vielfalt! 🙂
Viele gruselige, grausame, romantische und erschreckend realistische Figuren, Puppen und Masken konnten bestaunt werden.
Eine Marslandschaft. Per Fernsteuerung konnte man einen kleinen Mars-Rover lenken, der wiederum (Monitor ganz links im Bild) Kamerabilder lieferte. Witzig.

Besonders gefreut habe ich mich, unter den Angehörigen der Verlagslandschaft bekannte und für mich neue Gesichter zu entdecken. So etwa die liebe Kollegin Katharina Gerlach, die mit ein paar Gleichgesinnten Autoren und Autorinnen den Quindie-Stand betrieb.

Die zweisprachig publizierende Autorin ist Teil der Qindie-Gemeinschaft. „Qindie ist eine Online-Plattform und gleichzeitig eine Wort- und Bildmarke, die für Q = Qualität und Indie = Indie-Autoren, also die sogenannten Self-Publisher, steht. Die Initiative für Qindie entstand aus dem Gedanken heraus, eine Schneise in den kaum zu durchdringenden Dschungel aus oftmals lieblos und schlecht gemachten Indie-Publikationen zu schlagen, um dem Leser den Weg zu professionell erstellten Büchern zu weisen.“ (Quelle: http://www.qindie.de, Zugriff am 08.09.17)

Natürlich war ich auch am Acabus-Stand – an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank an Björn Bedey und Daniela Sechtig für ihren tollen und wie immer gut gelaunten Einsatz für uns! 🙂

„Lies bunter!“ lautet das Motto des Acabus Verlages. Kommt hin, gelle? 🙂

Ich habe mein „Baby“ besucht …

Ob mir dieser Anblick jemals langweilig wird? 😉

… mit netten Kollegen und Kolleginnen geplaudert, wie etwa der wunderbaren Fabienne Sigmund

„Eine Nacht, die sieben Tage dauert. Ein Tag, der nicht enden will. Sieben Menschen, die verschwinden – darunter Anisa, die Geliebte des Straßenzauberers Matéo. Verzweifelt sucht er in den Straßen Venedigs nach ihr, bis er plötzlich vor einem einsam gelegenen Zirkuszelt steht. Mit der letzten Eintrittskarte wird ihm Einlass in eine Welt gewährt, in der er nicht nur Magie findet, sondern auch Anisa – aber sie erkennt ihn nicht. Um seine große Liebe zu retten, muss Matéo den Schlüssel zu dieser unheimlichen Welt finden. Doch hinter der magischen Schönheit des Zirkus‘ lauern große Gefahren …“ – So lautet der Klappentext von Fabiennes Roman „Das Herz der Nacht„.

Ja und dann waren da natürlich noch meine lieben Kollegen, mit denen ich das Privileg hatte, eine Lesung abhalten zu dürfen:

Der liebe Markus Walther machte den Anfang und entführte uns nicht nur in das Antiquariat von Herrn Plana, sondern auch in eine andere Welt, das Buchland:

Er schreibt und liest nicht nur toll, er hat auch einen eigenen YouTube-Kanal. Hier findet Ihr Markus` Video zur Phantastika: https://www.youtube.com/watch?v=tB1xJxJuMTE

Nach Markus war ich an der Reihe zu lesen:

„Stellen Sie sich vor, die Inquisition hätte damals Recht gehabt und es hätte tatsächlich Hexen gegeben. Nur wäre das gar nichts Ungewöhnliches, Außergewöhnliches .. Stellen Sie sich vor, JEDE Frau wäre eine Hexe, die Magie in ihr müsste nur geweckt werden … Stellen Sie sich vor, dieses Geheimnis wäre 1466 gelüftet worden … Helenas Geschichte startet 550 Jahre später, im Jahr 2016.“ Hexenherz – Eisiger Zorn

Die letzte Lesung hielt dann Carl Wilckens mit seinem unfassbar spannendem Debüt über einen Bürgerkriegshelden, der jahrelang im Untergrund einer schwimmenden Insel alles tat, was man tun muss, um in einer Drogenhölle, die kein Sonnenlicht kennt, zu überleben, während ein Voodoo-Mann mit sprechenden Schrumpfköpfen seiner Schwester nachstellt …
Klingt total abgedreht? Ist es auch! Und absolut genial! Lieber Carl, ich warte auf den nächsten Teil!!!

Er ist so nett, aber sein Buch würde ich meinen Kinder trotzdem erst ab 16 erlauben … War wieder mal schön, Dich zu treffen, lieber Carl! 🙂

Es hat mir wirklich gut auf der Phantastika gefallen! Ja, 18 Euro Eintritt sind happig, aber wenn man bedenkt was alle an Programmpunkten geboten wurde, hat das auch seine Berechtigung. Und es gab GRATISHEFTCHEN!!!!! 🙂
Ich freue mich auf jeden Fall, dabeigewesen zu sein und hoffe, man sieht sich nächstes Jahr wieder! 🙂

Noch einen Kaffee und dann ging es wieder Richtung Heimat.