Die Lange Lesenacht in Billerbeck 2017

Toll war`s! Richtig, richtig toll!

Ich war zum ersten Mal in Billerbeck und fand sofort Gefallen an dem schmucken Städtchen! Autorin und Journalistin Evelyn Barenbrügge, die Hauptorganisatorin der Veranstaltung, sorgte für einen warmherzigen Empfang und lud alle Autoren gemeinsam mit den Moderatorinnen (und auch Autorinnen!) Christa Gundt, Christine Hochberger und Christa Henrichmann erstmal zur Vorstellungsrunde mit Verköstigung ein.

Ein Teil meiner wunderbaren Zuhörerschaft. Und Kollege Carl, der wiederum mich fotografiert.

Der großartige Tobias Kiwitt, Vorstandssprecher des BVjA, gratulierte  Stefan Sprang; Olaf Alp wird die Ehrenmitgliedsurkunde in Berlin überreicht werden. Dann ging es auch schon los: Wir verteilten uns auf die vier verschiedenen Leseorte „Bei Jöppi“, das kleine Cafe, die OGS und das Forum. Viele fleißige Helfer hatten die Wege mit Windlichtern ausgeleuchtet, so dass man nur den Kerzen folgen musste, um die Veranstaltungsorte zu finden – eine tolle Idee! (Ich wäre trotzdem fast zu spät zu Nikodems Lesung gekommen, weil ich erst in die falsche Richtung unterwegs war, aber das hat nichts damit zu tun, so etwas schaffe ich immer irgendwie. :D)

Evelyn und Tobias bei Nikodems Lesung. Mann, war das klasse! Danke Nikodem, dass Du uns den Glauben an die „2000er Kinder „wiedergegeben hast! 😀

Ich habe mich sehr gefreut bei meiner Lesung „Bei Jöppi“ ein so tolles, freundliches Organisationsteam und zahlreiches Publikum vorzufinden. „Bei Jöppis“ ist eine Kneipe, die extra für dieses Event angemietet worden ist – meine herzlichen Dank an Mirko, seine Frau Birgit und dem gesamten Team von „BillerbeckLebendig„, die sich so hervorragend um uns Autoren gekümmert haben! 🙂

Die wunderbare Nicole Böhm kurz vor ihrer Lesung und Mirko, der sich großartig um uns gekümmert hat. Dankeschön! 🙂

Natürlich konnte man auch alle Bücher kaufen:

Die liebe Frau Gessmann von der „Bücherschmiede Gessmann“ beim plaudern mit Kollege Thorsten Sueße.

Ein bisschen Mikrofongefukkel, dann ging es auch schon los. Anmoderiert von der lieben Christa Gundt las ich, beantwortete Fragen, lachte jede Menge … Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht! 🙂

Mein Lesungstisch, noch hübsch ordentlich.

Als besonders schöne Überraschung war eine Kollegin aus „meinem“ Schriftstellerforum zur Lesenacht gekommen und wir sahen uns zum ersten mal „in real life“ – toll!

Liebe Stefanie – toll, dass Du da warst! Und jetzt ran an die Arbeit, ich erwarte Dein Buch im kommenden Jahr! 🙂

Wermutstropfen Nummer Eins: Die wunderbare Brina Stein, die ich so gerne endlich mal in persona treffen wollte, war leider kurzfristig verhindert. Liebe Brina, ich hoffe, wir holen das irgendwann nach! .-)
Wermutstropfen Nummer Zwei: Ich konnte mich nicht vierteilen, sonst wäre ich zu allen Lesungen meiner wunderbaren Kollegen und Kolleginnen gegangen! Wer mag, kann am Ende dieses Beitrages nachlesen, wer alles da war und woraus gelesen wurde.

So sieht ein junger, leicht avangardistischer Autor aus, nachdem er 8 Stunden lang von der Deutschen Bahn gebeutelt wurde. Hach, noch einmal jung sein … 😀

So besuchte ich Nikodems Lesung aus „Crackrauchende Hühner“ – wir hatten alle einen Heidenspaß! Ich hatte Nikodems großartiges Buch bereits zuhause und werde es jetzt mit Genuß weiterlesen!

Wie Kollege Carl hier eindrucksvoll beweist, ist das Autorendasein manchmal harte Arbeit … 😀

Anschließend besuchte ich noch die Lesung von Nicole Böhm, die ganz anders war, als ich es mir vorgestellt hatte. Wer irgendwie die Chance dazu hat, sollte sich Nicole unbedingt anhören, sie liest absolut begnadet, es ist, als würde man einem Hörbuch lauschen, absolut großartig!
Im Anschluss dann trafen sich alle Autoren und jeder, der sonst noch Lust hatte, „Bei Jöppi“ und wir plauderten bis tief in die Nacht hinein.

Die wunderbaren Kolleginnen Astrid Korten, Nicole Böhm und ich. Diese Damen haben bereits geschafft, wo so viele von uns noch hinwollen: Sie bestreiten mit ihrer Schreibleidenschaft ihren Lebensunterhalt. Das geht nur mit viel Talent, Ausdauer und Disziplin – toll! Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder. 🙂

Ich bedanke mich noch einmal herzlich bei Tobias Kiwitt, durch den ich erst die Möglichkeit zu dieser tollen Lesemöglichkeit bekomme habe, Evelyn Barenbrügge für den warmhezigen Empfang und die tolle Organisation sowie den Mitmoderatorinnen Christa Gundt, Christine Hochberger und Christa Henrichman, bei Marion Kessens, die als Leiterin der Kultur- und Touristmusabteilung Billerbeck auch ihre erste Lange Lesenacht erlebt hat, allen Helfern, Kollegen und natürlich den Zuhörern, vielen lieben Dank! 🙂

Mein derzeitiger Lesestapel: „Rotes Moor“ von Daniel Mylow, auf der Lesenacht gekauft, „Crackrauchende Hühner“ von Leveret Pale, bereits vor der Lesenacht begonnen, „Andere Beziehungen: Bieder, bissig, bös, bigott – 41 Stories“ von meinem lieben Autorenkollegen aus Arnsberg, Norbert Wiegelmann und „Saure Drops – gelutscht und nicht verschüttet“ von meinem lieben Kollegen Bo Sauer.

Und hier noch wie versprochen eine Auflistung aller beteiligten Autoren und ihrer vorgestellten Werke:

1. Carl Wilckens mit „13 – Das Tagebuch“
„Ich war elf, als ich zum ersten Mal tötete. Meine Jugend verbrachte ich in einer Drogenhölle ohne Sonnenlicht. Mein einziger Freund war der Hunger. Worte wie Freundschaft, Vertrauen oder Hoffnung bedeuteten mir nichts. Das Leben eines Menschen ist für mich nicht mehr wert als das einer Ratte. Ich kann euch töten, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich bin mehr Bestie denn Mann und ich giere nach einer Droge namens Pearl. Ihr sollt meine Geschichte hören. Von meiner Zeit als Auftragsmörder und von meiner ersten Liebe. Vom Tagebuch, mit dem alles begann. Von der Suche nach meiner Schwester und dem Untergang der Welt.“

2. Nicole Böhm mit „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“
„Ein Vermächtnis aus tiefster Vergangenheit stürzt das Leben von Jess ins Chaos. Als ein magisches Ritual anders endet als erwartete, wird sie nicht nur mit den gefährlichen Schattendämonen konfrontiert, auch die geheime Loge der Seelenwächter greift in ihr Leben ein. Es scheint, als wäre ihre Familiengeschichte direkt mit dem ewigen Kampf zwischen Licht und Schatten verknüpft.“

3. Thorsten Sueße mit „Schöne Frau, tote Frau“
„Eine Morderserie versetzt die Region Hannover in Angst. Offensichtlich sucht sich der Täter seine Opfer gezielt aus, bevor er sie überwältigt, fesselt und anschließend erdrosselt. Neben jeder Toten lässt er ein Grablicht und eine Spielkarte zurück. Die ermordeten Frauen kommen aus dem Umfeld einer renommierten psychiatrischen Privatklinik, in der es in letzter Zeit zu dramatischen Vorfällen gekommen ist. Was steckt hinter den ausgeführten Morden? Rache …?“

4. Kerstin Lange mit „Speyerer Geheimnisse“
„Die geschichtsträchtige Reithalle im Speyerer Quartier Normand soll abgerissen werden, doch einige Bürger wehren sich entschlossen dagegen. Als einer von ihnen Opfer eines Unfalls mit Fahrerflucht wird, übernimmt Kriminaloberrat a.D. Ferdinand Weber die Ermittlungen – und entdeckt einen Zusammenhang mit einem Suizid vor neunundzwanzig Jahren. Je tiefer Weber gräbt, desto näher kommt er selbst dem Tod …“

5. Daniel Mylow mit „Rotes Moor“
„Januar 1979. Die letzten 36 Stunden im Leben von Sylvie Claasen. Die beschauliche Gemeinde Gersfeld in der hessischen Rhön wird zum Schauplatz des mysteriösen Verschwindens eines Mädchens. 27 Jahre später findet ein Torfarbeiter das Skelett eines Menschen im Moor. Was als überraschende Lösung eines lang zurückliegenden Vermisstenfalls beginnt, entpuppt sich als archäologische Sensation. Für die Kommissarin Anna Lewin beginnt damit jedoch ein nicht enden wollender Albtraum, der sie in das Labyrinth einer düsteren Parallelwelt führt …“

6. Franz Zumbrock mit „Brauner Abgrund“
„Steinfurt liegt im idyllischen Münsterland und wird zum Schauplatz eines gnadenlosen Kampfes gegen die Elemente des Rechtsradikalismus. Auf einem maroden Bauernhof in der Bauernschaft Sellen befindet sich die rechtsradikale Zelle mit dem Namen Gruppe 39 . Horst Schlier ist der Kopf dieser rechtsradikalen Gesinnung, die schon bald mordet und Anschläge im Umland der beschaulichen Kreisstadt verübt. Kriminalhauptkommissar Volkhard Dempter und seine Kollegin Kriminaloberkommissarin Melanie Albrecht ermitteln in einem braunen Sumpf, ohne zuerst brauchbare Spuren zu finden. Gnadenlos schlägt der Tod auf einer Demonstration gegen RECHTS in der Kreisstadt Steinfurt zu. In diesem Moment öffnete sich bereits der braune Abgrund!“

7. Brigitte Vollenberg mit „Inselhopping“
„Für die einen ist Ibiza Urlaub, für die anderen Alltag. Von Jens Laukemper wird die Altersversorung seiner Mutter auf Ibiza erwartet. Seine Tochter Christina verschwindet. Jens wird beschuldigt, seine Mutter getötet zu haben. Jens Frau Nina weigert sich, die Insel noch einmal zu betreten.
Während die Polizei nach der vermissten Christina fahndet, der Tod von Elisabeth untersucht wird, kommt ein dunkles Geheimnis ans Licht.“

8. Ingo Maria Langen mit „Kammer der Tränen“
„Skandale beherrschen den Vatikan: Nicht genug damit, dass die Kurie in Schwarzkontenaffären, Bestechung und Geldwäsche verstrickt ist – nun kommt auch noch der himmelschreiende, systematische sexuelle Missbrauch Minderjähriger ans Licht. Die Täter: Priester der katholischen Kirche. Zu viel für den Papst, der bereits zurückgetreten ist. Das Konklave steht bevor.“

9. Evelyn Barenbrügge las aus Brina Steins „115 Tage an Tisch 10″
Völlig unterschiedliche Charaktere erfüllen sich den Traum von einer Kreuzfahrt um die Welt. Viel gemeinsam haben sie nicht, aber allabendlich sitzen sie an dem selben Tisch des Kreuzfahrtschiffes Kosta Onda. Zunächst sehr distanziert, lernen sie sich und fast nebenbei die Welt kennen. Ihre Reise führt sie von Italien rund um Südamerika, durch die Südsee, Australien und um Südafrika herum wieder nach Italien. Nach und nach entwickeln sich Freundschaften und ihre Leben scheinen für 115 Tage ineinander zu verschmelzen.“

10. Leveret Pale mit „Crackrauchende Hühner“
„Nihilismus. Romantik. Drogen. Chaos. Kratom. Karl Marx beim Monopolyspielen. Zwei Hühner auf Crack. Der totale Wahnsinn.
Der 17-jährige Schüler Nathan ist ein psychopathischer Freak mit der exotischen Lieblingsdroge Kratom. Von den meisten seiner Klassenkameraden wird er gemieden, so auch von Daniel, der sogar Angst vor Nathan hat. Doch bei der Berlinklassenfahrt am Ende der zehnten Klasse kommen Nathan und Daniel in dasselbe Hotelzimmer und damit wird die Konfrontation unausweichlich. Bald schlagen Daniels Ängste vor Nathan jedoch in eine morbide Faszination für den exzentrischen Außenseiter, dem eine prophetische Macht innezuwohnen scheint, um. Je länger Daniel aber Nathan folgt, desto mehr beginnt die Realität zu zerbröckeln. Bald vollführt Nathan biblische Wunder und hält nihilistische Predigten. Es tauchen sonderbare Gestalten auf, wie Schwarze in Einhornkostümen, sprechende, cracksüchtige Hühner und suizidale Zombies. Zunehmend beginnen Traum und Realität immer mehr ineinander zu kollabieren. Bald steht Daniel vor der Frage:
Was ist real? Und wen interessiert das eigentlich?“

11. Astrid Korten mit „Die verlorenen Zeilen der Liebe“

Kurz vor ihrer Hochzeit erhält Chloé ein Bündel Briefe ihrer vor zwei Jahren verstorbenen Schwester Lilly. Sie erfährt darin vom Leben und Lieben ihrer Schwester und von den Menschen im Café de Flore in Paris, wo Lilly einen einflussreichen und charmanten Geschäftsmann kennenlernt. Trotz aller Warnungen stürzt sich Lilly in eine Affäre mit dem verheirateten Mann, dessen Identität sie in ihren Zeilen nicht preisgibt. Sie nennt ihn nur Monsieur Inconnu. Doch dann beendet er jäh die Beziehung und zerstört Lillys Träume. Sie zerbricht.Lillys verlorene Zeilen erschüttern Chloé zutiefst und sie wird gezwungen, sich mit der schweren Schuld ihrer Familie auseinanderzusetzen, die auch ihre Zukunft beeinflussen wird.

 

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Auf dem BuCon Dreieich

(Ja, es heißt DER Con. Weil „der“ Convent. Wie bei DEM Marburg-Con.)

Schön war`s. Ein wenig stressig wegen der langen Anfahrt. Und, weil ich in der letzten Woche nicht nur diese Lesung, sondern noch zwei mehr hatte: Ich durfte mit meinen wunderbaren Kollegen Michalea Kaiser und Norbert J. Wiegelmann in Beckum fiese unheimliche Geschichten lesen und dann noch in der katholisch-öffentlichen Bücherei Allagen mein Buch „Hexenherz – Eisiger Zorn“ vorstellen. Das waren zwei ganz wunderbare Abende, über die ich beizeiten noch berichten werde.
Überhaupt haben mich schon einige angehende Kollegen und Kolleginnen nach meinen Lesungserfahrungen gefragt. Daher werde ich demnächst hier eine Reihe über Lesungen allgemein beginnen. Es ist ja nicht so lange her, dass ich meine erste Lesung überhaupt hatte und damals habe ich auch in einem Schriftstellerforum um Rat gefragt. Mittlerweile habe ich eine Menge Lesungen gehalten und gebe gern meine Erfahrungen weiter. 🙂

Jetzt aber erst einmal ohne allzu viele Worte Bilder vom Con:

Es war viel los auf der Mutter aller Fantastik-Cons!

Die Kollegen Carsten Zehm und Jörg Olbrich plaudern …

… während ich hart schufte und Bücher signiere. 😉
Es war wirklich schön Dich, lieber Jörg, wiederzusehen und Dich, lieber Carsten, endlich mal IRL zu treffen! 🙂

Auch die wunderbare Fabienne Sigmund war vor Ort – hier zu sehen beim signieren ihres wunderbaren Buches „Das Herz der Nacht“ .

Den lieben Matthias Teut habe ich leider verpasst: Erst war ich in einer Lesung und dann er, 😀
An dieser Stelle, lieber Matthias, liebe Grüße! Und: Als Du weg warst, habe ich ein Buch für Dich verkauft – bekomme ich dafür Rabatt auf den ersten Erellgorh-Band? 😉 😀

Meine liebe Kollegin, die Fantasyautorin Susanne Esch, hat zugehört …

… als ich mit diesen tollen Autorinnen eine Lesung hatte: Ganz rechts im Bild die großartige Astrid Rauner, die uns mit beeindruckend gewaltiger Stimme in die alte Welt geführt hat, in der nordische Götter, keltische Krieger und Meeresstürme toben. „Brictom – Wodans Götterlied“ ist der abschließende Teil ihrer Trilogie um Wodan.
Danach durfte ich aus meinem Buch lesen. Den Abschluß machte die wunderbare Britta Röder (Mitte) mit ihrem Werk „Die Buchwanderer“ . Wovon viele von uns schon immer geträumt haben, wird für ihre Protagonisten Wirklichkeit: Sie können in Bücherwelten eintauchen und sich in großen Klassikern der Weltgeschichte bewegen.

Ich glaube, das hier hat wirklich jeder fotografiert. Weil es sooo wahr ist, 😀
Neues Ziel: in 5 Jahren MEINEN Namen beim BuCon-Bullshit-Bingo zu sehen. 😉

„Gib einem Buch ein Zuhause ♥“ – Aber gerne doch! 🙂

Lord Vetinari und … hm … Rincewind oder Erzkanzler Ridcully?
Nachtrag: Bei dem netten Mann in roter Gewandung handelt es ich um Warin Waddel. 🙂

Nett plaudern am Verlagsstand …

… wo ich auch die wunderbare Buchbloggerin Michèle Seifert von Elchis world of books traf. Michèles Rezension zu meinem Buch kann man hier nachlesen: https://elchisworldofbooks.blogspot.de/2017/06/rezension-hexenherz-eisiger-zorn-monika.html
Michèle: es war echt toll, Dich mal „live und in Farbe“ zu treffen und mit Dir zu plaudern! 🙂

Blöd war allerdings, wen ich alles NICHT getroffen habe. Weil ich es nicht mehr auf dem Schirm hatte oder garnicht wusste, dass der- oder diejenige kommt. Wie den großartigen Autor und Lesungs-/veranstaltungsorganisator Thorsten Küper.

Thorsten: Dieses traurige Gesicht ist für Dich! Nächstes Jahr?

Zählt es als „Selfie“, wenn man einen Spiegelraum fotografiert, in dessen Spiegeln man sich spiegelt?

Und zum Abschluss noch ein tolles Foto mit (von links nach rechts) meinem  phantastischen Verleger Blörn Bedey vom Acabus Verlag, mir, Britta Röder, Astrid Rauner, Carsten Zehm, Jörg Olbrich und der wunderbaren Laura Künstler, ebenfalls vom Acabus-Verlag.

Es war ein ganz toller Con! Ich habe viele Kollegen und Kolleginnen getroffen, Verlager und andere Verlagsmenschen, tolle Leser, freundliche Organisatoren und natürlich ganz viele Bücher!* 🙂

Wir sehen uns nächstes Jahr wieder! 🙂

*Und eine Dame, die mich angerempelt hat, so dass ich mir heißen Kaffee über die Hand geschüttet habe. Und ja, Sie hätten sich ruhig umdrehen, stehenbleiben und sich entschuldigen sowie die Schweinerei aufwischen können!

 

 

Meine erste Lesung im Second Life

Letzten Sonntag war es dann so weit: Nach einem letzten Soundcheck mit Thorsten saß ich gespannt vor meinem Computer, den Blick auf die wunderbare SecondLife-Landschaft, die liebevoll unter anderem mit riesigen Hexenherzbüchern verziert war und hibbelte der Ankunft meiner lieben Zuhörer entgegen. Und die kamen. Nach und nach füllten sich die Plätze und ich war schwer begeistert: Ich hatte nicht erwartet, dass so viele Leute kommen würden!
Witzig ist das im SecondLife: Man kann miteinander sprechen – was in meinem Fall bedeutet, dass man einfach so in den leeren Raum spricht und sich ein bisschen so fühlt, als würde man ein Selbstgespräch führen – oder eben chatten. Mitlesen und -hören kann anscheinend jeder, der sich in der Nähe befindet. Also ungefähr so wie im wahren Leben auch. Skurril.

Überhaupt war mir die Situation sehr befremdlich, dass da all diese netten Menschen saßen und mich hören konnten, selbst aber nichts sagten. Gut, wenn man eine Lesung hält ist das der Idealfall, 😀 Dennoch bat ich aus diesem Grund die netten Zuhörer, mir doch bitte einmal „Hallo“ zu sagen. Und das taten sie: Via Mikrofon und Chat. Ich habe mich sehr darüber gefreut! Überhaupt waren die alle so nett, klasse! Nach jedem vorgelesenen Abschnitt gab es Applaus und Lob, das hat mich sehr überrascht.

Sowieso war die Stimmung sehr herzlich und gut gelaunt. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen. Wie immer gab es den ein oder anderen Verhaspler, aber das passiert eben, davon darf man sich nicht unterkriegen lassen.
Besonders gefallen hat mir, dass der liebe Thorsten bei einer Textstelle mitgelesen hat. Und schon träume ich von „Eisiger Zorn – Das Hörspiel“, 😀 Organisatorisch sah das Ganze übrigens so aus: Es hieß, ich hätte eine Stunde Zeit, solle also wegen Zeitabzug für Plaudereien, Nachfragen etc. Texte für eine Dreiviertelstunde vorbereiten. Das hatte ich so ungefähr, das sah dann so aus:

  1. Seite 22 (Annalen), 0,5 Seiten, 1 Minute
  2. Seite 8-10 oben (Anfang), 2 Seiten, 4 Minuten
  3. Seite 26-30 (Richard), 4 Seiten, 8 Minuten
  4. Seite 41-42 Mitte + Ende (Mojserce), 1,5 Seiten, 3 Minuten
  5. Seite 246 Mitte – 251 Mitte (Im Gasthof), 4,5 Seiten, 9 Minuten
  6. Seite 92-103 (Glennas Geschichte), 10,5 Seiten, 21 Minuten

(Wie man gute Textstellen zum Vorlesen findet, erzähle ich in einem anderen Beitrag.)
Die Chronologie der letzten beiden Szenen ist aus dem Grund vertauscht, weil ich die 5. Textstelle unbedingt drin haben wollte, da mich dabei wie gesagt Thorsten unterstützt hat. Glennas Geschichte dagegen ist zweifellos spannend und tragisch, aber eben auch von der Seitenlänge her ein ganz schöner Brocken. Ich entschied also, spontan zu entscheiden, ob ich sie noch lesen werde oder nicht.
Es kam dann zu einem „oder nicht“.
Auch die erste Textstelle kam nicht zum Einsatz, da ich fast alles, was darin vorkommt, schon in der Anfangsplauderei mit Thorsten erzählt habe. Dafür habe ich Textstelle 3 aus Versehen 3 Seiten zu früh begonnen, weil ich noch eine Markierung aus einer vorherigen Lesung im Buch kleben hatte.
Aber auch von solchen spontanen Änderungen darf man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich bin zwar großer Fan sorgfältiger Planung, aber alles kann man nun auch nicht vorhersehen, dafür sind wir alle zu sehr Mensch.
Nach der Lesung an sich gab es noch ein paar Fragen. Es macht mir jedes Mal großen Spaß, die zu beantworten, ich fühle mich dann wie eine frischgebackene Mutter, die am liebsten den ganzen Tag über ihr Baby reden könnte, 😀
Ich habe mich sehr gefreut, wie toll das alles abgelaufen ist. Ich bedanke mich sehr herzlich bei Thorsten Küper für die Einladung und Anleitung, bei Barlok Barbosa für das wunderbare Bühnenbild und bei allen Zuhörern und Zuhörerinnen, die ich nicht alle beim Namen kenne. Es war mir eine ganz wunderbare Erfahrung, im SecondLife zu lesen. Das können wir gerne wiederholen! 🙂

So eine tolle Atmosphäre, so eine freundliche, höfliche, charmante und warmherzige Zuhörerschaft – einfach toll!
Und weil das so schön war, gibt es hier noch ein paar Bilder für Euch; mehr Bilder findet Ihr auch noch auf dem Blog des lieben Burkhard unter http://buktomblog.blogspot.de/2017/05/alle-frauen-sind-hexen-lesung-in-sl-mit.html

Ein Platz inmitten eines Waldes. Ein uriger Gasthof. Wir sitzen draußen, es wird bereits dunkel.
So viele Menschen! Ich sitze auf meinem rosafarben bezogenen Stuhl und Staune, während ich gleichzeitig daheim auf meinem schwarzen Drehstuhl sitze und staune. 😀
Rechts von mir der wunderbare Thorsten Küper, links von mir die liebe Kollegin Regina Schleheck, die nach mir gelesen hat.
Diese riesigen Hexenherzbücher – klasse! 🙂
Und da bin ich bzw. mein Helena-Avatar. Lesend. Das sieht merkwürdig aus, hat aber Ähnlichkeit mit mir, wenn ich zuhause auf dem Sofa rumlümmele und lese, 😀