Und nochmal LBM

(Beitragsbild: So strahlend schön empfing mich das Messegelände am letzten Tag.)

Man sollte meinen, dass ein Buchliebhaber wie ich eine Buchmesse nutzt, um sich reichlich mit neuem Lesestoff zu versorgen.Doch trotz meines viertägigen Aufenthaltes in Leipzig kam ich kaum dazu, zu stöbern. Kontakte wollten gepflegt, Kollegen und Leser getroffen und Termine eingehalten werden. Quasi auf den allerletzten Drücker habe ich es dann doch noch geschafft, das zu tun, was ich schon die ganze Zeit über vorhatte: In Halle 1 stöbern, in der die Comic- und Manga-Con stattfand. Bücher kann ich bequem bei meinem Buchhändler vor Ort kaufen. Comics sind hier aber selten, der nächstgelegene Comicbuchladen weiter weg. Zwar gibt es Leseproben im Internet, aber ich muss einen Comic oder eine Grafik Novel „live“ sehen, um beurteilen zu können, ob sie mir gefällt.

Eigentlich auf der Suche nach etwas im klassischen franko-belgischen Stil ist es dann doch ein anderer Klassiker, ein Italowestern geworden. Dazu etwas Experimentelles – no risk, no fun – und ein Doppelband, mit dem man wohl kaum etwas falsch machen kann.

Jack the Ripper„-Doppelband von Debois/Pupard, „Der Ritter und das Einhorn“ von Piatzszek/Escalada und die „Durango„-Gesamtausgabe 1 von Swolfes. Die ich einem ersten Blick nach definitiv vor den Kindern versteckt muss.

In Halle 1 traf ich dann auch  – während ich dem Illustrator Martin Knipp beim Zeichnen bewunderte – auf den bonner Kollegen Hagen Ulrich, der nicht nur Gay Fantasy schreibt, sondern auch das „Bundesamt für magische Wesen“ betreibt, einen Zusammenschluß deutschsprachiger Fantasyautoren. Hagen setzt sich aktiv gegen Haß und Intoleranz gegenüber Homosexuellen ein und hat ein ganz tolles „Fassadenprojekt“ gestartet. Mehr dazu unter: https://bundesamt-magische-wesen.de/campaigns/dem-hass-entgegentreten-das-fassadenprojekt-des-bafmw/

Zum Abschied gab es noch ein Foto mit meinen wunderbaren Acabus-Verlagsdamen, ohne die nichts und mit denen alles geht (Leider habe ich es verpeilt, ein eigenes Foto mit meinem wunderbaren Verleger Björn Bedey zu machen, hier der Link auf sein Selfie mit mir: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10206945410393226&set=pb.1817445553.-2207520000.1491058452.&type=3&theater)

Von links nach rechts: Die wunderbar-motivierende Programmchefin Daniela Sechtig, die sich damals zum Glück für mein Buch entschieden hat, ich, die wunderbar-engagierte Stephanie Ziegler, ohne deren Hilfe in Sachen Marketing eigentlich nichts geht und die wunderbar-fröhliche Laura Künstler, die immer ein offenes Ohr und gute Ratschläge für mich hat. 🙂

Und hier nun endlich ein paar der wunderbaren Zauberwesen, die die Messe erst so richtig bunt und spannend gemacht haben:

So viele Menschen! Ein paar davon schnappe ich mir jetzt mal für ein Foto …
Diese Prinzessin könnte glatt Werbung für Schokolade machen. Oder Kekse.
Eine Raupe. Ich weiß nicht, warum.
Da hat sich jemand Ohnezahn ausgeborgt – was Hicks dazu sagen wird?
Eine … was? Eine Feenkriegerin? Ein Elfenengel? Auf jeden Fall toll!
Das bedeutet, dass hier irgendwo ein Biest frei rumläuft …
Einfach nur: wow!
Ein Ringgeist? Vielleicht sogar der Fürst der Nazgûl der Hexenkönig von Angmar höchstpersönlich?

 

Dann ist ja gut, dass Gandalf nicht weit ist …
Eine Waldelfe. Wunderschön.
Prinzessinnen unter sich (Es gab noch mehr, aber die Damen waren noch nicht mit schminken fertig.).
Noch eine Waldelfe. Bezaubernd.
Die Königin der Karten? Des Todes? Welch phantastische Eigenkreation!
Mein absoluter Favorit: „Frauchen“ und Krümmelmonster – Monsterkeks inklusive! 🙂

Vielen Dank an alle Organisatoren, alle Beteiligten (einen schönen Gruß an die nette und gut gelaunte Security-Truppe 🙂 ) und alle Leipziger für diese wunderschöne Buchmesse! 🙂

Menschen, Menschen, Menschen

(Die Halle auf dem Beitragsbild ist es noch recht menschenleer. Es ist 9:30 Uhr und binnen weniger Minuten werden die Menschen hier hereinströmen, dass es eine Freude ist. Die Verbindungsgänge zwischen dem abgebildeten „Hauptraum“ und den einzelnen Gängen, die in die Hallen führen, sind noch versperrt und werden von Security bewacht. Punkt 10 Uhr ertönt ein lauter Gong und erst dann dürfen die Besucher die einzelnen Hallen betreten.)

Die Leipziger Messe ist der Wahnsinn: Einmal von Halle 5 nach Halle 2 und es sind mal eben 20 Minuten um. Es herrscht ein Gedränge, dass mich an den Reister Markt erinnert, aber auch eine unglaublich große Rücksichtnahme: Da wird weder geschubst, noch angestupst und wenn man doch mal aus Verehen angerempelt wird, folgt sofort eine Bitte um Entschuldigung. Überall lächeln die Leute. Na ja, fast überall. Leider klafft auch dieses Jahr wieder mitten in der Messe ein schwarzes Loch, welches aber von der regenbogen- und fantasybunten Gemeinschaft drumherum einfach ignoriert wird – gut so!

Es ist Wochenende und das Messe-WLAN längst nicht mehr brauchbar. Selbst mein Handyempfang verabschiedet sich immer wieder, telefonieren geht höchstens draußen.
Die Crêpe sind lecker (und wie gewohnt je nach Füllung nicht immer mit Würde essbar), überall wird gelesen oder zugehört und ich mache wieder meine Runde.

Hier lerne ich am Acabus-Stand den wunderbar herzlichen Klaus-Jürgen Wrede kenne, der Vielen nicht nur als Buchautor, sondern auch als Spieleerfinder („Carcassonne„) ein Begriff ist.

Der Acabus-Verlag scheint eine Vorliebe für freundliche Sauerländer zu haben. 😉

Dieser freundliche Kollege ist der gut gelaunte und witzige Markus Walther:

Gute- und Bösenachtgeschichten, eine Anthologie, deren Titel ich hier jetzt NICHT posten werde, scharzhumorige Fantasy-Krimis … Markus, gibt es etwas, dass Du noch nicht geschrieben hast? 😀

Außerdem gab es ein wunderschönes Treffen mit netten Leuten, die man kaum sieht, weil sie nicht mal eben um die Ecke wohnen:

Von links nach rechts: Burkhard, Nikodem, ich und Sabrina. Nicht mit im Bild die wunderbare Kathrin, aber die habe ich später noch erwischt …

Schon bei der Autorenrunde mit dabei:

Hellt auch schlechte Vorträge zuverlässig auf: Burkhard Sonntag.

Nach der Messe sind wir dann gemeinsam in die Leipziger Innenstadt gefahren. Platz fanden wir schließlich in der Zigarre, einem ehemaligen Tabakladen (der wohl noch immer Zigarren verkauft) – das Essen war einfach köstlich!

Die wunderbar-phantastische, stimmungsaufhellende Kathrin und der lässige und herrlich umgängliche Nikodem.
Und jetzt mal mit Blitzlicht: Nikodem, die herrlich lockere Anne Mehlhorn und David. Sollte Euch letzterer bekannt vorkommen, könnte das daran liegen, dass der wunderbar freundliche und in sich ruhende David Krause mit seinem Gedichtband „Die Umschreibung des Flusses“ 2015 den Leonce-und-Lena-Preis, Deutschlands wichtigsten Lyrikpreis für junge Autoren, gewonnen hat – wow! 🙂

Und hier nochmal Sabrina und Kathrin bei Tageslicht:

Mit diesen beiden Damen an seiner Seite ist schlechte Laune schlicht unmöglich.

Es war ein toller Abend, wir haben viel gelacht. Es ist eine Sache, sich per Mail auszutauschen, aber es ist viel schöner, fortan zu jedem Gesicht auch ein Lachen im Ohr zu haben. 🙂

Sonntag wurde es dann nochmal ernst: Ich durfte ein weiteres Mal eine Lesung aus „Hexenherz – Eisiger Zorn“ halten, dieses Mal auf der Read&Greet-Bühne in Halle 5.

Von der Lesung dieser netten und sehr herzlichen Kollegin habe ich leider nur noch die letzten 5 Minuten mitbekommen:

Dr. Anja Liedkte las aus ihrem Buch „Schwimmen wie ein Delfin oder Bowies Butler“. Worum es geht, kann man hier erfahren: http://www.assoverlag.de/?product=schwimmen-wie-ein-delfin-oder-bowies-butler

Danach ging es weiter mit der zauberhaften Sandra Åslund, die uns mit ihrem Krimi in die schöne Provence entführte:

Sandra liebt die Provence – und lässt in ihr schaurige Morde geschehen! Hier geht`s zum Buch: http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/mord-in-der-provence-9783958190924.html

Und dann war ich auch schon an der Reihe. Leider habe ich in der Hektik vergessen, den netten jungen Technikmann nach seinem Namen zu fragen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für die passgenaue Mikrofon- und Tonausrichtung!

Auch der nette Technikmann soll mein Buch kaufen … 😉

Mir hat die Lesung wieder sehr viel Spaß gemacht. Und dass danach so viele nette Zuhörer zu mir kamen, mir Komplimente machten und mir Fragen zum Buch und seiner Entstehungsgeschichte machten, war mein persöhnlicher Messehöhepunkt! 🙂

Im nächsten Beitrag gibt es endlich was zur Comic-Con: einen Blick auf meine persönlichen Ausbeute, magische Regenbogenliteratur und bezaubernd-schöne Cosplayer! 🙂

Immernoch Messe

Der Freitag war chaotisch. Erstmal Signierstunde.
Dabei traf ich neben superlieben Lesern und den Buchbloggerinnnen Sophie und Annabel auch endlich einmal die liebe und ganz wunderbar fröhliche Marysol, die ich bereits per Mail kennenlernen durfte und die eine ganz tolle, ausführliche Rezension zu meinem „Hexenherz – Eisiger Zorn“ geschrieben hat. In der Freude und Hektik habe ich es leider versäumt, ein Foto von ihr zu machen (Selfies sind überhaupt nicht meins), aber netter Weise hat sie mir ein leicht gephotoshoptes Messebild von sich zur Verfügung gestellt:

Wenn das in den Köpfen jedes Menschen so aussehen würde, wäre ich zufrieden. 😉

Dann ging es auch schon auf zu meiner allererste Lesung vor Erwachsenen. Die fand im DarkFlower in leipzigs Innenstadt im Rahmen eines Fantasy-Lesetages statt. Viele tolle Kollegen waren da und wer dabei war weiß, dass wir alle mal so richtig Spaß hatten!


(Mehr Fotos auf: https://www.facebook.com/bjoern.bedey/posts/10206936122241028)

Hier die umwerfende Kollegin Susanne Pavlovic, wie sie aus ihrem neuen Buch „Feuerjäger 3 : Das Schwert der Königin“ liest.

Und zwar so umwerfend charmant und witzig – was haben wir gelacht! – dass ich mir sogleich den ersten Band „Feuerjäger – Die Rückkehr der Kriegerin“ kaufen und signieren lassen musste. 🙂

Ebenfalls dort gelesen haben die Kollegen Carsten Zehm, Alexandra Bauer, Fabian Dombrowsk, Christian Günther und Carl Wilckens.
Letzteren hatte ich bereits am Acabus-Stand kennengelernt.

So ungefähr:
„Monika? Das hier ist Carl, der hat das Buch über Dir geschrieben!“
„Hallo Carl, ich bin Monika.“
„Hallo! Und was hast Du geschrieben?“
„Das Buch unter Dir!“
„Ah ja, schön.“
„Lust auf ein Foto für mein Blog?“
„Klar!“
„Komm, stell Dich hierhin, dann sieht man unserer beiden Bücher! :-)“

Sein Debüt „13 – Das Tagebuch, Band 1“ habe ich irgendwie schon durch … also mach hinne mit dem nächsten Teil, lieber Carl! 🙂

Samstag dann bin ich ganz brav zur Fortbildung gegangen. „Leipziger Autorenrunde“ nennt sich das und kostete – mit seeeeehr leckerem Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie kalten Getränken, inklusive Dauerfachbesucherticket – stolze 89 Euro.
Ob es das wert war?

Jein. Das Konzept ist toll: An veschiedenen großen, runden Tischen nehmen Dozenten Platz und erzählen im Idealfall 45 Minuten lang etwas zu einem spannenden Thema bzw. beantworten Fragen und moderieren Diskussionen. Und das zweimal hintereinander, so dass man gute Chancen hat, den Favoritenvortrag mitzubekommen. Ich habe mir vorher eine Art Stundenplan erstellt, so dass ich immer wusste, wo ich in welcher der insgesamt 8 Runden zuhören möchte (die Dozenten wechselten nach jeweils zwei Runden, insegesamt waren es 54 Tischrunden).
Es war Interessantes dabei, aber auch Vieles, was jeder, der sich mit Schreiben beschäftigt, eigentlich schon weiß. (Etwa den Aufbau einer Geschichte nach dem Prinzip Einleitung – Steigerung – Höhepunkt – Verzögerung – Ende, siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Regeldrama) Ein paar Vortragende wollten offenkundig nur ihr Produkt verkaufen und haben dafür kräftig Werbung gemacht – Selbstbeweihräucherung inklusive.
Überhaupt war das Niveau der Tischrunden sehr unterscheidlich: Einige hatten sich akkurat auf ihren Vortrag vorbereitet, andere nahmen einfach Platz, erzählten ein bisschen was und warteten dann auf Fragen, die sie in meinen Augen absolut unbefriedigend beantworteten. Ich habe mich teilweise sehr geärgert.
Dafür war der Austausch mit (angehenden) Kollegen und Kolleginnen umso schöner. 🙂 (Auf diesem Wege: Liebe Grüße an die wunderbar nette Gabriele Albers!)
Und es gab auch richtig tolle, gewinnbringende Vorträge. Am meisten beeindruckt hat mich Jasna Zajček, eine deutsche Journalistin, die auch „so Undercoversachen“ macht. Ihr neuestes Buch Kaltland – Unter Syrern und Deutschen“ steht auf meiner Wunschliste ganz weit Oben – diese Frau ist einfach unglaublich gebildet, intelligent, authentisch, witzig, lebensfroh und sympathisch! Deswegen bin ich auch gar dazu gekommen, ein Foto zu machen, wir hangen Jasna förmlich an den Lippern, so wunderbar hat sie von ihren Erlebnissen erzählt!

Frisch ausgeruht vom ganzen Sitzen ging es dann weiter über die Mesee. Hier sehen wir den netten Herbert Miller von Skoutz:, der mir gerade ganz begeistert erzählt, dass es in 4-6 Wochen ein ganz neues Buchfindungs-Tool mit integrierter Fieberkurve geben wird!

„SKOUTZ setzt sich zusammen aus SCOUT und KAUZ. Mit der SKOUTZ-Buchsuche findest du Bücher, die genau zu dir und deinen Lesegewohnheiten passen. (…) Im SKOUTZ-Magazin erfährst du alles aus der bunten Welt der Bücher. Mach mit, sei skoutzig! „
Quelle: www.skoutz.de

 

Diese charmant lächelnde junge Dame gehört ebenfalls zu einer ganz besonderen Plattform für Buchliebhaber: Lovelybooks.

Marina und ihre Kolleginnen und Kollegen betreiben mit Lovelybooks eine Seite, auf der Leser direkt mit ihren Lieblingsautoren in Kontakt treten können. Außerdem gibt es tolle Buchverlosungen und Gewinnaktionen – was will man mehr?
Ich habe übrigens derzeit auch eine „Lesrunde“ dort laufen, wer mal reinschauen möchte, hier geht`s lang: https://www.lovelybooks.de/autor/Monika-Loerchner/Hexenherz-Eisiger-Zorn-1322880944-w/leserunde/1432079984/

Im nächsten Beitrag noch mehr Lesungen, Menschen und Bilder.