Die Leipziger Buchmesse 2018, Teil 1

Es war wieder richtig, richtig schön!
Bereits zum dritten Mal besuchte ich die Leipziger Buchmesse; es war wie ein nach Hause kommen, gleichzeitig aufregend, aber auch vertraut.
Dabei fing alles ganz chaotisch an …

Die Ankündigung, dass sich das Wetter zum Messewochenende hin so stark verschlechtern würde, hatte mich eiskalt erwischt und ich ärgerte mich schon, dieses Jahr zum ersten Mal nicht mit der Bahn, sondern mit dem PKW anzureisen.

Ey Mann, wo ist mein …?

Ein Glück, wie sich im Nachhinein herausstellte: Während mich die Hinfahrt zwar über einen staubedingten Umweg und durch Schneetreiben führte, schafften es andere garnicht erst nach Leipzig: Mein lieber Kollege Nikodem Skrobiz etwa strandete auf halbem Weg und musste dann umkehren; irgendwas war mit den Schienen und kein Zug konnte Leipzig anfahren oder verlassen. Echt blöd!
Lieber Nikodem: Das holen wir aber nach!

Geschafft hat es zum Glück mein lieber Kollege, der aus Freiburg angereist war, um am Meet&Greet, dem „Speeddating“ zwischen Verlegern, Literaturagenten und Autoren, des BVjA teilzunehmen.

Hier fand ich damals „meinen“ Verlag, den acabus Verlag, traf aber auch viele andere nette Menschen aus der Branche. 🙂

Michel: Ich drücke Dir und Shevon die Daumen! 🙂

Hoffentlich bald mein Verlagskollege: Fantasyautor Michael Knabe.

Am Samstagabend durfte ich beim großen Acabus-Treffen dann endlich mal einige Verlagskollegen und Kolleginnen „live“ kennenlernen.

(Vielen lieben Dank für die Einladung, lieber Björn, ich habe mich sehr gefreut, Euch alle vom acabus-Verlag wiederzusehen, liebe Daniela und Laura, und Dich persönlich kennenzulernen, liebe Claudia!
Michaela
, es war ganz klasse, mit Dir zu plaudern, das machen wir bei Gelegenheit mal wieder!
Lieber Heinz, ich muss sagen, Du bist genau so, wie ich mir Dich vorgestellt habe! Und das nächste Buch von Euch wird nicht wieder verschenkt, das behalte ich! 😉
Lieber Carl – ich hoffe, Du bist jetzt ausgeschlafen! 😛
Liebe Judith: Wir kommen sicher nochmal wann anders zum „ratschen“. 🙂
Lieber Detlef, ich fand`s schön, Dich noch ganz kurz „live“ zu sehen, und schade, dass ich dann schon los musste …
Lieber Karl: Wenn ich mal in Hamburg sind, gehen wir einen trinken, gelle?
Lieber Michael: irgendwie kamen wir zu nichts … Schade … Nächstes Jahr, und dann mit Kaffee!)

Mein Plan war ja gewesen, von unserer Ferienwohnung aus ganz dekadent mit dem Taxi zum Restaurant zu fahren. Leider sah die Realität so aus, dass ich telefonisch kein Taxi bestellen konnte; ich landete in schier endlosen Warteschleifen. Eine einzige Zentrale erreichte ich persönlich. Doch:

„Wir schicken heute keine Taxen mehr raus. Aufgrund der Wetterlage.“
Ich (sowohl verwirrt, als auch entsetzt): „Was ist denn mit der Wetterlage???“

Ja, es war glatt. Aber um die Uhrzeit noch nicht sooo glatt.
Also bin ich zwei Kilometer zur nächsten Straßenbahnhaltestelle gegangen, bin zum Hauptbahnhof gefahren und habe mir dort ein Taxi erkämpft. Ja: erkämpft! Ich muss schon sagen, dass die Fähigkeit und der Wille, sich ordentlich anzustellen und dann vorzutreten WENN MAN AN DER REIHE IST bei manchen Menschen nicht immer vorhanden zu sein scheint, sobald eine Schneeflocke vom Himmel fällt …

Vor allem die beiden Damen, die der Familie mit dem kleinen Jungen ein Taxi weggeschnappt haben, hätte ich gern die Meinung gesagt – aber da sind sie schon losgedüst.
Na ja, es ging ja alles gut aus und ich erreichte pünktlich den Treffpunkt.
Auch in Sachen Heimweg hatte ich Glück: Dank Kollege Carl, der sich den Weg zur nächsten Haltestelle gemerkt hat, kam ich wieder gut am Hauptbahnhof an und habe dort auch noch ein Taxi für den Rückweg bekommen.
Es war ein toller Abend und ich wäre gern länger geblieben. 🙂

Sonntag Morgen hatte ich dann – noch einmal vielen lieben Dank an den BVjA! – eine Lesung auf der Messe, genau wie letztes Jahr auf der Meet&Read-Bühne. Zu meinem großen Erstaunen waren sogar ein paar Zuhörer da, 😀

Nächstes Jahr werde ich dann aus „Hexenherz – Glühender Haß“ lesen. Ich freue mich jetzt schon! 🙂

Dafür muss man wissen, dass die Messe erst um 10 Uhr öffnet und meine Lesung um 10:15 Uhr stattfand. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sich jemand so früh in diese Ecke „verirrt“ und hatte mich schon darauf eingestellt, „nur“ für drei ganz besondere Menschen zu lesen, die ihr Kommen zugesagt hatten. Dass es dann doch mehr Zuhörer waren, hat mich sehr gefreut.

Mein besonderer Dank gilt der netten Tontechnikerin, deren Namen ich sträflicher Weise vergessen habe, und meinem BVjA-Kollegen, Autor Sven J. Olsson, der netter Weise die Moderation übernommen hat (Eine Lesung ohne Moderation ist immer etwas blöd!) und mich zum lachen gebracht hat.

Der Sven ist eigentlich ein ganz lieber und guckt grad nur so böse, weil ich ihn geärgert habe, 😀 Vielen lieben Dank, Sven, für die tolle Moderation!

Wen ich sonst noch so alles getroffen oder auch nicht getroffen habe, erfahrt Ihr im nächsten Teil. 🙂

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Und nochmal LBM

(Beitragsbild: So strahlend schön empfing mich das Messegelände am letzten Tag.)

Man sollte meinen, dass ein Buchliebhaber wie ich eine Buchmesse nutzt, um sich reichlich mit neuem Lesestoff zu versorgen.Doch trotz meines viertägigen Aufenthaltes in Leipzig kam ich kaum dazu, zu stöbern. Kontakte wollten gepflegt, Kollegen und Leser getroffen und Termine eingehalten werden. Quasi auf den allerletzten Drücker habe ich es dann doch noch geschafft, das zu tun, was ich schon die ganze Zeit über vorhatte: In Halle 1 stöbern, in der die Comic- und Manga-Con stattfand. Bücher kann ich bequem bei meinem Buchhändler vor Ort kaufen. Comics sind hier aber selten, der nächstgelegene Comicbuchladen weiter weg. Zwar gibt es Leseproben im Internet, aber ich muss einen Comic oder eine Grafik Novel „live“ sehen, um beurteilen zu können, ob sie mir gefällt.

Eigentlich auf der Suche nach etwas im klassischen franko-belgischen Stil ist es dann doch ein anderer Klassiker, ein Italowestern geworden. Dazu etwas Experimentelles – no risk, no fun – und ein Doppelband, mit dem man wohl kaum etwas falsch machen kann.

Jack the Ripper„-Doppelband von Debois/Pupard, „Der Ritter und das Einhorn“ von Piatzszek/Escalada und die „Durango„-Gesamtausgabe 1 von Swolfes. Die ich einem ersten Blick nach definitiv vor den Kindern versteckt muss.

In Halle 1 traf ich dann auch  – während ich dem Illustrator Martin Knipp beim Zeichnen bewunderte – auf den bonner Kollegen Hagen Ulrich, der nicht nur Gay Fantasy schreibt, sondern auch das „Bundesamt für magische Wesen“ betreibt, einen Zusammenschluß deutschsprachiger Fantasyautoren. Hagen setzt sich aktiv gegen Haß und Intoleranz gegenüber Homosexuellen ein und hat ein ganz tolles „Fassadenprojekt“ gestartet. Mehr dazu unter: https://bundesamt-magische-wesen.de/campaigns/dem-hass-entgegentreten-das-fassadenprojekt-des-bafmw/

Zum Abschied gab es noch ein Foto mit meinen wunderbaren Acabus-Verlagsdamen, ohne die nichts und mit denen alles geht (Leider habe ich es verpeilt, ein eigenes Foto mit meinem wunderbaren Verleger Björn Bedey zu machen, hier der Link auf sein Selfie mit mir: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10206945410393226&set=pb.1817445553.-2207520000.1491058452.&type=3&theater)

Von links nach rechts: Die wunderbar-motivierende Programmchefin Daniela Sechtig, die sich damals zum Glück für mein Buch entschieden hat, ich, die wunderbar-engagierte Stephanie Ziegler, ohne deren Hilfe in Sachen Marketing eigentlich nichts geht und die wunderbar-fröhliche Laura Künstler, die immer ein offenes Ohr und gute Ratschläge für mich hat. 🙂

Und hier nun endlich ein paar der wunderbaren Zauberwesen, die die Messe erst so richtig bunt und spannend gemacht haben:

 

Vielen Dank an alle Organisatoren, alle Beteiligten (einen schönen Gruß an die nette und gut gelaunte Security-Truppe 🙂 ) und alle Leipziger für diese wunderschöne Buchmesse! 🙂

Menschen, Menschen, Menschen

(Die Halle auf dem Beitragsbild ist es noch recht menschenleer. Es ist 9:30 Uhr und binnen weniger Minuten werden die Menschen hier hereinströmen, dass es eine Freude ist. Die Verbindungsgänge zwischen dem abgebildeten „Hauptraum“ und den einzelnen Gängen, die in die Hallen führen, sind noch versperrt und werden von Security bewacht. Punkt 10 Uhr ertönt ein lauter Gong und erst dann dürfen die Besucher die einzelnen Hallen betreten.)

Die Leipziger Messe ist der Wahnsinn: Einmal von Halle 5 nach Halle 2 und es sind mal eben 20 Minuten um. Es herrscht ein Gedränge, dass mich an den Reister Markt erinnert, aber auch eine unglaublich große Rücksichtnahme: Da wird weder geschubst, noch angestupst und wenn man doch mal aus Verehen angerempelt wird, folgt sofort eine Bitte um Entschuldigung. Überall lächeln die Leute. Na ja, fast überall. Leider klafft auch dieses Jahr wieder mitten in der Messe ein schwarzes Loch, welches aber von der regenbogen- und fantasybunten Gemeinschaft drumherum einfach ignoriert wird – gut so!

Es ist Wochenende und das Messe-WLAN längst nicht mehr brauchbar. Selbst mein Handyempfang verabschiedet sich immer wieder, telefonieren geht höchstens draußen.
Die Crêpe sind lecker (und wie gewohnt je nach Füllung nicht immer mit Würde essbar), überall wird gelesen oder zugehört und ich mache wieder meine Runde.

Hier lerne ich am Acabus-Stand den wunderbar herzlichen Klaus-Jürgen Wrede kenne, der Vielen nicht nur als Buchautor, sondern auch als Spieleerfinder („Carcassonne„) ein Begriff ist.

Der Acabus-Verlag scheint eine Vorliebe für freundliche Sauerländer zu haben. 😉

Dieser freundliche Kollege ist der gut gelaunte und witzige Markus Walther:

Gute- und Bösenachtgeschichten, eine Anthologie, deren Titel ich hier jetzt NICHT posten werde, scharzhumorige Fantasy-Krimis … Markus, gibt es etwas, dass Du noch nicht geschrieben hast? 😀

Außerdem gab es ein wunderschönes Treffen mit netten Leuten, die man kaum sieht, weil sie nicht mal eben um die Ecke wohnen:

Von links nach rechts: Burkhard, Nikodem, ich und Sabrina. Nicht mit im Bild die wunderbare Kathrin, aber die habe ich später noch erwischt …

Schon bei der Autorenrunde mit dabei:

Hellt auch schlechte Vorträge zuverlässig auf: Burkhard Sonntag.

Nach der Messe sind wir dann gemeinsam in die Leipziger Innenstadt gefahren. Platz fanden wir schließlich in der Zigarre, einem ehemaligen Tabakladen (der wohl noch immer Zigarren verkauft) – das Essen war einfach köstlich!

Die wunderbar-phantastische, stimmungsaufhellende Kathrin und der lässige und herrlich umgängliche Nikodem.
Und jetzt mal mit Blitzlicht: Nikodem, die herrlich lockere Anne Mehlhorn und David. Sollte Euch letzterer bekannt vorkommen, könnte das daran liegen, dass der wunderbar freundliche und in sich ruhende David Krause mit seinem Gedichtband „Die Umschreibung des Flusses“ 2015 den Leonce-und-Lena-Preis, Deutschlands wichtigsten Lyrikpreis für junge Autoren, gewonnen hat – wow! 🙂

Und hier nochmal Sabrina und Kathrin bei Tageslicht:

Es war ein toller Abend, wir haben viel gelacht. Es ist eine Sache, sich per Mail auszutauschen, aber es ist viel schöner, fortan zu jedem Gesicht auch ein Lachen im Ohr zu haben. 🙂

Sonntag wurde es dann nochmal ernst: Ich durfte ein weiteres Mal eine Lesung aus „Hexenherz – Eisiger Zorn“ halten, dieses Mal auf der Read&Greet-Bühne in Halle 5.

Von der Lesung dieser netten und sehr herzlichen Kollegin habe ich leider nur noch die letzten 5 Minuten mitbekommen:

Dr. Anja Liedkte las aus ihrem Buch „Schwimmen wie ein Delfin oder Bowies Butler“. Worum es geht, kann man hier erfahren: http://www.assoverlag.de/?product=schwimmen-wie-ein-delfin-oder-bowies-butler

Danach ging es weiter mit der zauberhaften Sandra Åslund, die uns mit ihrem Krimi in die schöne Provence entführte:

Sandra liebt die Provence – und lässt in ihr schaurige Morde geschehen! Hier geht`s zum Buch: http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/mord-in-der-provence-9783958190924.html

Und dann war ich auch schon an der Reihe. Leider habe ich in der Hektik vergessen, den netten jungen Technikmann nach seinem Namen zu fragen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für die passgenaue Mikrofon- und Tonausrichtung!

Mir hat die Lesung wieder sehr viel Spaß gemacht. Und dass danach so viele nette Zuhörer zu mir kamen, mir Komplimente machten und mir Fragen zum Buch und seiner Entstehungsgeschichte machten, war mein persöhnlicher Messehöhepunkt! 🙂

Im nächsten Beitrag gibt es endlich was zur Comic-Con: einen Blick auf meine persönlichen Ausbeute, magische Regenbogenliteratur und bezaubernd-schöne Cosplayer! 🙂