Die Marburg-Con 2017

Organisiert vom Marburger Verein für Phantastik e.V. fand am vergangenen Wochenende die Marburg-Con statt, in dessen Rahmen auch der Vincent-Preis verliehen wird – und ich war zum ersten Mal dabei! 🙂

Nach einer recht stressfreien Fahrt und dem üblichen Streit mit dem Navi („Biegen Sie in hundert Metern rechts ab.“ – „Äh nein, da ist gesperrt!“ – „Biegen Sie jetzt rechts ab.“ – „Nein.“ – „Bitte wenden Sie bei der nächsten Gelegenheit. “ – „Und was würde mir das bringen?“ etc.) erreichten wir bei schönem Wetter das Bürgerhaus Niederweimar.

Toll. Einfach nur toll! Ich habe mich auf den ersten Blick in die Con verliebt: Alles ganz wuselig, heimelig, bunt! Überall nette Leute vom Phantastikverein, Essen, Trinken und natürlich Verleger, Autoren, Künstler.

Meine Lesung hat mir auch sehr gut gefallen. Wobei ich allerdings sagen muss, dass ich eine Stunde recht sportlich fand.
Ich habe etwa 55 Minuten lang gelesen, wobei ich zwischen den einzelnen Kapiteln auch immer ein bisschen frei erzählt habe. Dann habe ich noch zwei Fragen beantwortet und das war es auch schon. Das nächste Mal, wenn ich so lange lese, nehme ich mir definitiv etwas zu trinken mit rein. Ich hatte ja Sorge, dass es unhöflich wirken würde, zwischendurch zur Flasche zu greifen, aber ich denke, dass kein Zuhörer einem vorlesenden Autor eine kleine Trinkpause übelnimmt.

Neben meinem wunderbaren Verleger Björn Bedey und meiner wunderbaren Programmchefin Daniela Sechtig vom Acabus-Verlag traf ich auch jede Menge andere nette Leute, mit denen es sich herrlich plauschen und austauschen ließ.
Mein Dank gilt den tollen Leuten des Phantastik-Vereins: Tolle Location mit ausreichend Parkmöglichkeiten rundherum, tolle Organisation, richtig gute kulinarische Versorgung, es hat mir einfach alles sehr gut gefallen!
Einziger Wermutstropfen: Da hinterher immer zwei Lesungen gleichzeitig anstanden, gab es einen Kollegen, der zunächst keine Zuhörerschaft hatte … Absolut klasse fand ich es dann aber auch wieder, dass die Veranstalter den Kollegen nicht einsam da sitzen ließen, sondern nochmal kräftig dazu aufforderten, sich die Lesung anzuhören. Vielleicht könnte man das nächste Mal ja die Lesungsdauer etwas kürzen und dafür keine Parallellesungen mehr machen …?

Es hat mir richtig gut gefallen und ich wäre gern noch länger geblieben.
Hier ein paar Bilder:

Allgemeines Gewusel 🙂
Eine ganz tolle, gemütliche, wuselige und bunte Atmosphäre. 🙂
Essen fassen.
Mein lieber Verlagskollege Jörg Olbrich hat seine Recherchen zu seinem neuen Werk kurz unterbrochen, um mit uns auf der Con zu plauschen.
Die netten Kolleginnen Susanne Esch und Stefanie C. Pier präsentieren an ihrem mit viel Liebe gestalteten Stand ihre Fantasywerke.
Thomas Vaterrodt vom Marburger Phantastik-Verein und ich. Übrigens findet jeden Monat ein Stammtisch des Vereins statt. Infos gibt es unter http://www.marburg-con.de/?q=node/1
Leider nicht persönlich vor Ort, aber dennoch präsent: Die wunderbaren Kollegen J.H. Praßl und ihre Highfantasysaga „Die Chroniken von Chaos und Ordnung„.
Gar nicht bissig, aber nett: Der Verleger Thorsten Low. Dieses Mal mit knuffigen Goodies zu kaufen; meine Wahl fiel auf einen Fledermaus-Schlüsselanhänger.
Der Künstler und Autor Mark Staats inmitten seiner Bilderwerke.
Für halbnackte Frauen/Elfinnen/Kriegerinnen bin ich ja nicht zu begeistern, aber diese Bilder hier von Mark sind einfach wunderschön!
Autor Jens Womelsdorf und Mitherausgeber Christian Kopp: Die gut gelaunten marburger Studenten haben vor mir gelesen und mich neidisch auf ihre tollen Plakate der Wächter-Chroniken gemacht. 🙂
Die wunderbare Daniela Sechtig, unser Baby und ich nach der Lesung.
Links im Bild der Acabusstand, rundherum noch mehr tolle Phantasy! 🙂
Mein Buch in bester Gesellschaft. 🙂
Die liebe Kollegin Christine Thomas, die auch an der „Mysteriöse Orte„-Anthologie des Shadodex-Verlages beteiligt ist; diese Geschichtensammlung belegte beim Vincent-Preis den 2. Platz – meinen herzlichen Glückwunsch! 🙂
Aus welchem Grund sollte sich jemand, der das Buch im Original bereits besitzt und auch schon (begeistert!) gelesen hat, noch die Leseprobe dieses Buches mitnehmen?
Es gibt Dinge auf dieser Welt, die kann man nicht erklären – ich steh einfach drauf, von Büchern auch die Leseprobenbabys zu haben, 😀
Einfach genial: Eine Kostprobe des Fantasyspielbuches „Der Weg der Wachtel“ von Simon Wiese. Ich habe so etwas ja noch nie gespielt und brenne darauf, es jetzt auszuprobieren – coole Aktion!
Das komplette Spielbuch als PDF sowie Heldenprotokoll, Landkarte, Poster und vielen weiteren Goodies gibt es KOSTENLOS unter https://derwegderwachtel.jimdo.com/

Nächstes Jahr bin ich sicher wieder dabei! 🙂

Meine erste Lesung im Second Life

Letzten Sonntag war es dann so weit: Nach einem letzten Soundcheck mit Thorsten saß ich gespannt vor meinem Computer, den Blick auf die wunderbare SecondLife-Landschaft, die liebevoll unter anderem mit riesigen Hexenherzbüchern verziert war und hibbelte der Ankunft meiner lieben Zuhörer entgegen. Und die kamen. Nach und nach füllten sich die Plätze und ich war schwer begeistert: Ich hatte nicht erwartet, dass so viele Leute kommen würden!
Witzig ist das im SecondLife: Man kann miteinander sprechen – was in meinem Fall bedeutet, dass man einfach so in den leeren Raum spricht und sich ein bisschen so fühlt, als würde man ein Selbstgespräch führen – oder eben chatten. Mitlesen und -hören kann anscheinend jeder, der sich in der Nähe befindet. Also ungefähr so wie im wahren Leben auch. Skurril.

Überhaupt war mir die Situation sehr befremdlich, dass da all diese netten Menschen saßen und mich hören konnten, selbst aber nichts sagten. Gut, wenn man eine Lesung hält ist das der Idealfall, 😀 Dennoch bat ich aus diesem Grund die netten Zuhörer, mir doch bitte einmal „Hallo“ zu sagen. Und das taten sie: Via Mikrofon und Chat. Ich habe mich sehr darüber gefreut! Überhaupt waren die alle so nett, klasse! Nach jedem vorgelesenen Abschnitt gab es Applaus und Lob, das hat mich sehr überrascht.

Sowieso war die Stimmung sehr herzlich und gut gelaunt. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen. Wie immer gab es den ein oder anderen Verhaspler, aber das passiert eben, davon darf man sich nicht unterkriegen lassen.
Besonders gefallen hat mir, dass der liebe Thorsten bei einer Textstelle mitgelesen hat. Und schon träume ich von „Eisiger Zorn – Das Hörspiel“, 😀 Organisatorisch sah das Ganze übrigens so aus: Es hieß, ich hätte eine Stunde Zeit, solle also wegen Zeitabzug für Plaudereien, Nachfragen etc. Texte für eine Dreiviertelstunde vorbereiten. Das hatte ich so ungefähr, das sah dann so aus:

  1. Seite 22 (Annalen), 0,5 Seiten, 1 Minute
  2. Seite 8-10 oben (Anfang), 2 Seiten, 4 Minuten
  3. Seite 26-30 (Richard), 4 Seiten, 8 Minuten
  4. Seite 41-42 Mitte + Ende (Mojserce), 1,5 Seiten, 3 Minuten
  5. Seite 246 Mitte – 251 Mitte (Im Gasthof), 4,5 Seiten, 9 Minuten
  6. Seite 92-103 (Glennas Geschichte), 10,5 Seiten, 21 Minuten

(Wie man gute Textstellen zum Vorlesen findet, erzähle ich in einem anderen Beitrag.)
Die Chronologie der letzten beiden Szenen ist aus dem Grund vertauscht, weil ich die 5. Textstelle unbedingt drin haben wollte, da mich dabei wie gesagt Thorsten unterstützt hat. Glennas Geschichte dagegen ist zweifellos spannend und tragisch, aber eben auch von der Seitenlänge her ein ganz schöner Brocken. Ich entschied also, spontan zu entscheiden, ob ich sie noch lesen werde oder nicht.
Es kam dann zu einem „oder nicht“.
Auch die erste Textstelle kam nicht zum Einsatz, da ich fast alles, was darin vorkommt, schon in der Anfangsplauderei mit Thorsten erzählt habe. Dafür habe ich Textstelle 3 aus Versehen 3 Seiten zu früh begonnen, weil ich noch eine Markierung aus einer vorherigen Lesung im Buch kleben hatte.
Aber auch von solchen spontanen Änderungen darf man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich bin zwar großer Fan sorgfältiger Planung, aber alles kann man nun auch nicht vorhersehen, dafür sind wir alle zu sehr Mensch.
Nach der Lesung an sich gab es noch ein paar Fragen. Es macht mir jedes Mal großen Spaß, die zu beantworten, ich fühle mich dann wie eine frischgebackene Mutter, die am liebsten den ganzen Tag über ihr Baby reden könnte, 😀
Ich habe mich sehr gefreut, wie toll das alles abgelaufen ist. Ich bedanke mich sehr herzlich bei Thorsten Küper für die Einladung und Anleitung, bei Barlok Barbosa für das wunderbare Bühnenbild und bei allen Zuhörern und Zuhörerinnen, die ich nicht alle beim Namen kenne. Es war mir eine ganz wunderbare Erfahrung, im SecondLife zu lesen. Das können wir gerne wiederholen! 🙂

So eine tolle Atmosphäre, so eine freundliche, höfliche, charmante und warmherzige Zuhörerschaft – einfach toll!
Und weil das so schön war, gibt es hier noch ein paar Bilder für Euch; mehr Bilder findet Ihr auch noch auf dem Blog des lieben Burkhard unter http://buktomblog.blogspot.de/2017/05/alle-frauen-sind-hexen-lesung-in-sl-mit.html

Ein Platz inmitten eines Waldes. Ein uriger Gasthof. Wir sitzen draußen, es wird bereits dunkel.
So viele Menschen! Ich sitze auf meinem rosafarben bezogenen Stuhl und Staune, während ich gleichzeitig daheim auf meinem schwarzen Drehstuhl sitze und staune. 😀
Rechts von mir der wunderbare Thorsten Küper, links von mir die liebe Kollegin Regina Schleheck, die nach mir gelesen hat.
Diese riesigen Hexenherzbücher – klasse! 🙂
Und da bin ich bzw. mein Helena-Avatar. Lesend. Das sieht merkwürdig aus, hat aber Ähnlichkeit mit mir, wenn ich zuhause auf dem Sofa rumlümmele und lese, 😀

Life is live

Der liebe Thorsten Küper hat mich eingeladen, einmal eine Lesung im SecondLife abzuhalten.
Es folgten spannende Fragen meinerseits wie etwa „Wie geht das?“, „Was muss ich machen?“ oder „Was ist das überhaupt?“.
Und nun geht es auch schon bald los: Wer möchte, kann mich am Sonntag Abend, 7.5.2017, 20 Uhr, live im SecondLife lesen hören (wie auch immer das funktionieren mag).
Hier der Link zu Thorstens Seite, dort findet ihr alle Informationen zum wunderbaren Brennende Buchstaben E-Book-Event 2017: http://kueperpunk2012.blogspot.de/2017/05/bb-e-book-event-2017-am-kommenden.html

Überhaupt wäre ich ohne den lieben Thorsten verloren gewesen … Ich dachte mir: „Hey, wie kompliziert kann das sein, sich einen Avatar zu kreieren und den einzukleiden?“
Sehr kompliziert anscheinend.
– Wenn man aus Versehen nur Demo-Klamotten (!) gekauft hat
– Wenn man nicht die Funktion zur Geschlechtsveränderung findet, nachdem man aus der Not heraus – verfügbar waren ein rosa Prinzesschen oder ein Mann – erstmal einen männlichen Avatar genommen hat
– Wenn man Kleidung finden möchte, die einen auch bekleidet
– Wenn man seine Figur verändert, um sie ein bisschen realistischer darzustellen und dann auf einmal der virtuelle Bauchspeck durch die virtuelle Kleidung quillt (Hallo??? 😀 )
– Wenn einem ständig Körperteile fehlen (aktuell enden meine Beine mit den Knien, man frage mich bitte nicht, wieso!)
– Wenn man sich ständig aus Versehen auszieht (Gelernt: Die SL-Etikette verlangt, dass sich anwesende Gesprächspartneravatare dann umdrehen, warum auch immer)

Man sieht, ich hatte viel Spaß, wobei sich lachen und weinen ungefähr die Waage hielt. Langsam wird es, was allerdings nicht mein Verdienst, sondern der des lieben Thorstens ist, ohne den ich immernoch ein taffer Mann mit 7-Tagebart oder ein Barbiepüppchen mit unoperiert unmöglichem Körperbau im rosafarbenen Kleidchen wäre. Außerdem hat er auch die Lokalität für meine Lesung ausgesucht – ihr dürft gespannt sein!

Die SLURL dazu lautet: http://maps.secondlife.com/secondlife/Port%20Genieva/56/78/1458

SecondLife und ähnliche Spiele und Welten sind wirklich nicht Meins; vor Allem, weil mir von solchen 3D-Grafiken nach einer Weile übel wird … Aber ich finde es toll, einfach mal etwas Neues auszuprobieren und auf diesem Weg wieder tolle neue Leute kennenzulernen! 🙂
Ich bin gespannt, wer alles zur Lesung kommen wird (wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es gratis Hexenhüte, die man seinem Avatar dann aufsetzen kann – warum auch immer man das tun sollte, 😀 ) und freue mich sehr, dann sogar eine Szene gemeinsam mit Thorsten zu lesen. 🙂
Und ich bin sehr gespannt, wie mein Avatar dabei aussehen wird …